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Erdogan kritisiert Trumps Nahost-Plan

29.1.2020 13:06 Uhr

Als "absolut inakzeptable" hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Nahost-Plan bezeichnet. «Jerusalem ist den Muslimen heilig. Der Plan, Jerusalem an Israel zu übergeben, ist absolut inakzeptabel», sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Mittwoch auf dem Rückflug von einer Afrikareise.

Das Vorhaben werde nicht zum Frieden beitragen, sagte Erdogan weiter. «Das ist ein Plan, mit dem die Rechte der Palästinenser ignoriert werden und die Besetzung durch Israel legitimiert wird.»

Türkei als Verteidiger der Palästinenser

Die Türkei werde weiterhin die Rechte Palästinas und Jerusalems verteidigen und sich dafür an internationale Institutionen wenden, sagte Erdogan. Bereits am Dienstagabend hatte das türkische Außenministerium erklärt, Trumps Plan sei eine «Totgeburt».

Trump hatte den Plan am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Washington gemeinsam mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorgestellt. Darin stellt er den Palästinensern einen eigenen Staat in Aussicht - allerdings unter erheblichen Zugeständnissen. In dem Plan heißt es unter anderem, Jerusalem solle die ungeteilte Hauptstadt Israels bleiben. Die Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaates solle zwar in Ost-Jerusalem liegen, allerdings östlich und nördlich der Mauer - also in Vororten.

(an/dpa)

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