Symbolbild: imago images / ZUMA Wire

Erdogan hält Videokonferenz mit von der Leyen ab

24.9.2020 9:18 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch eine Videokonferenz mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, abgehalten. Sie erörterten im Vorfeld des auf den 1. und 2. Oktober verschobenen EU-Gipfels Fragen im Zusammenhang mit den Streitigkeiten im östlichen Mittelmeerraum, die bilateralen Beziehungen und regionale Belange.

In dem Treffen wies der türkische Präsident darauf hin, dass im Zentrum der Spannungen im östlichen Mittelmeerraum die maximalistischen Ansprüche Griechenlands und der zyprischen Regierung stehen und dass die Rechte der Türkei und der türkischen Zyprioten ignoriert werden würden, wie aus der durch das Kommunikationsdirektorat ausgegebenen schriftlichen Erklärung hervorgeht.

Chance auf Diplomatie nicht verpassen

Erdogan betonte gegenüber von der Leyen, dass die Türkei von Anfang an den Dialog gesucht habe und zu Sondierungsgesprächen mit Griechenland bereit sei. Der Präsident hoffe, dass Griechenland die Chance auf Diplomatie nicht noch einmal verpassen würde.

Der Präsident wies darauf hin, dass die Erneuerung des Abkommens zwischen der Türkei und der EU, die Aktualisierung der Zollunion und die Befreiung von der Visumpflicht eine solide Grundlage für die Verbesserung der Beziehungen darstellen würden.

"Sehr nützlicher Austausch"

Erdogan bekräftigte, dass ein gerechter Teil der Belastung in Bezug auf das Migrationsproblem erforderlich sei und erklärte, dass die EU die von Griechenland und der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache (FRONTEX) begangenen Verstöße untersuchen müsse.

"Sehr nützlicher Austausch mit Präsident Erdogan über Entwicklungen im östlichen Mittelmeerraum und über Migration. Ich begrüße den geplanten Beginn von Gesprächen mit Griechenland, die für die Stabilität im östlichen Mittelmeerraum und für ein konstruktives Verhältnis zur EU von wesentlicher Bedeutung sind“, schrieb von der Leyen nach der Videokonferenz auf Twitter.

(be)

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