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Erdogan: Europa muss die Türkei unterstützen, um die Flüchtlingskrise zu lösen

4.3.2020 14:54 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einer Rede am Mittwoch Europa dazu aufgefordert, die türkischen Lösungsansätze in Syrien zu unterstützen, wenn sie die Flüchtlingskrise lösen möchten.

"Wenn europäische Länder das Problem lösen wollen, dann müssen sie die Bemühungen um politische und humanitäre Lösungen der Türkei in Syrien unterstützen", so Erdogan vor dem AKP-Gruppentreffen im türkischen Parlament in der Hauptstadt Ankara.

"Alle europäischen Länder, die ihre Grenzen heute für Flüchtlinge schließen und versuchen, sie zurückzudrängen, ihre Boote zum Sinken zu bringen oder gar auf sie schießen, treten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit Füßen.". Erdogan rief die europäischen Staaten und insbesondere Griechenland dazu auf, die Menschenrechte zu achten.

Kritik an Griechenland

Dabei sparte der türkische Präsident nicht an Kritik für Griechenland: "Die Griechen, die zu allen Mitteln - selbst das Kenternlassen von Booten oder Schusswaffeneinsätzen - greifen, um Flüchtlinge davon abzuhalten, in ihr Land zu kommen, könnten selbst eines Tages auf die gleiche Gnade angewiesen sein", so Erdogan weiter.

Während seiner Rede zeigte Präsident Erdogan Bilder von Griechen, die während des Zweiten Weltkriegs in Syrien Unterschlupf fanden: "Einer dieser griechischen Jungen oder Mädchen könnte der Großvater oder die Großmutter von [dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos] Mitsotakis sein."

(be)

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