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Erdogan beendet Reise- und Ausgangsbeschränkungen in neun weiteren Städten

11.5.2020 20:27 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montagabend nach der siebten virtuellen Kabinettssitzung im Istanbuler Huber Kösk neue Lockerungen und Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in der Türkei verkündet.

Viertägige Ausgangssperre zum 19. Mai

Die Nachricht, auf die die meisten türkischen Bürger wohl gespannt gewartet haben werden, war die Antwort auf die Frage, ob es zum Feiertag der Jugend, des Sports und an das Gedenken an Atatürk am 19. Mai eine Ausgangssperre geben werde. Die Anwort ist: ja. Die Wochenendausgangssperre vom 16. bis 17. Mai wird um zwei Tage über den Feiertag hinaus verlängert. Aber: Die Ausgangssperre gilt nur noch in 15 Städten.

Aufgehobene Reise- und Ausgangsbeschränkungen für neun Städte

Zu Beginn der Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus wurden für 31 Großstädte Reise- und Ausgangsbeschränkungen erlassen. Diese werden derzeit Schritt für Schritt aufgehoben. Nachdem in der letzten Woche die Beschränkungen für u. a. Aydin, Mugla und Antalya aufgehoben wurden, kamen am heutigen Montag neun weitere Städte hinzu:

  • Adana
  • Diyarbakir
  • Mardin
  • Trabzon
  • Ordu
  • Denizli
  • Kahramanmaras
  • Sanliurfa
  • Tekirdag

Ausgangserlaubnis für Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren

Nachdem am Sonntag erstmals seit sieben Wochen Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren für einige Stunden ihre Häuser und Wohnungen verlassen durften, sollen sie auch am nächsten Wochenende für vier Stunden ins Freie dürfen.

Für Kinder unter 14 Jahren gibt es am Mittwoch "Ausgang", Jugendliche bis 20 Jahre können am Freitag endlich wieder frische Luft schnuppern.

Dank an die CHP und MHP

Erstmals bedankte sich der Präsident in seiner Ansprache auch bei der CHP und MHP. "Die AKP, CHP, MHP und andere Verwaltungen haben eine beispielhafte Solidarität gezeigt", so Erdogan. Im Rahmen der Nationalen Solidaritätskampagne seien bis zum heutigen Tage über 2 Milliarden Lira (ca. 261 Millionen Euro) zusammengekommen.

Es gibt kein Zurück zur Zeit vor dem 10. März

Am 11. März wurde in der Türkei der erste bestätigte Fall einer Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Die Schritte, die man nun zur Lockerung der Corona-Maßnahmen vornehme, bedeuten nicht, dass man zu der Zeit vor des Ausbruchs zurückkehren könnte.

"Wir können nicht zu den alten Tagen zurückkehren, wir können nur das Leben während der Pandemie ein wenig erleichern", so Präsident Erdogan am Montagabend.

(be)

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