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Erdölpreis an New Yorker Börse stürzt ins Negative

20.4.2020 20:47 Uhr

Bekommt man bald noch Geld raus, wenn man zur Tankstelle fährt? So dramatisch wird es nicht sein, aber die Erdöl-Sorte wird aktuell an der Börse in New York zum Preis von einem Cent pro Barrel verhökert. Ein Rekordpreis in Zeiten der Krise, die durch das Coronavirus ausgelöst wurde, der so noch nie erreicht wurde.

Der Erdölpreis an der New Yorker Börse ist auf einen nie dagewesenen Tiefpreis von einem Cent pro Barrel abgestürzt. Die US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai hatte damit am Montag praktisch keinen Wert mehr. Hintergrund ist neben der Coronavirus-Pandemie, dass die Mai-Verträge nur noch bis Dienstag verkauft werden können, die Erdöl-Lager aber nahezu voll sind.

Damit gibt es nahezu keine Abnehmer mehr. Die Pandemie hat zu einem Erdöl-Überangebot wegen der weggebrochenen Nachfrage geführt. Zwar hatten sich die wichtigsten Erdölförderländer vor zehn Tagen auf eine Senkung der Fördermenge geeinigt, um den Preis wieder nach oben zu bringen. Die Maßnahme blieb aber weitgehend wirkungslos. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte der Ölpreis einen Höhepunkt von 114 Dollar pro Barrel erreicht.

(ce/afp)

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