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Erderwärmung treibt neue Fischarten ins Mittelmeer

27.5.2020 23:03 Uhr, von Andreas Neubrand

Die lokale Fischpopulation im Mittelmeer ist rückläufig, während tropische Arten, die über den Suezkanal und dem Indischen Ozean einwanderten, auf dem Vormarsch sind. Das sind die Ergebnisse eines türkischen Wissenschaftlers.

Die globale Erwärmung ist einer der Gründe, warum die Migration so schnell voranschreitet, sagte Mehmet Gökoglu von der Akdeniz-Universität in Antalya.

Quallen und Kugelfische

"Die Migration beschränkt sich dabei nicht auf die Fische. Auch andere Lebewesen nutzen den Zugang zum Mittelmeer", fügte er hinzu. So sind in der Bucht von Iskenderun viele verschiedene Quallenarten heimisch geworden. Aber auch Krabben, Algen, Muscheln und Austern finden den Weg aus dem Roten Meer ins Mittelmeer.

Diese Wanderbewegung hat dann auch Einfluss auf die Umwelt, die Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. Seit neuestem sind in türkischen Gewässern auch Kugelfische beobachtet worden. Die sind eine Gefahr, sowohl für den Menschen, als auch für andere Fischarten.

Das türkische Land- und Forstministerium hat seit den 2000er Jahren ein Programm gestartet, das gefährliche fremde Arten bekämpfen soll.

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