Erdbeben vor Izmir: 39 Tote, 885 Verletzte, Sucharbeiten gehen weiter

Die traurige Bilanz des Erdbebens vor Izmir und Samos wird am Morgen deutlich: 24 Menschen starben, mehr als 800 wurden verletzt. Aber es gibt immer wieder Lichtblicke.

31.10.2020 8:59 Uhr

31/10/2020 21.12 AFAD vermeldet am Samstagabend, dass die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben in Izmir auf 39 angestiegen ist. 885 Menschen wurden verletzt. In neun Gebäuden in Izmir laufen weiterhin Rettungs- und Bergungsmaßnahmen. Seit dem Erdbeben der Stärke 6,6 folgten insgesamt 658 Nachbeben, von denen 40 stärker als 4,0 auf der Richter-Skala waren.

31/10/2020 16:50 Der türkische Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca teilte am Samstagnachmittag bei einem Besuch im Krankenhaus der Ege-Universität mit, dass die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen sei. Acht Personen befinden sich derzeit auf der Intensivstation, drei davon in kritischem Zustand.

31/10/2020 15:10 Laut der aktualisierten Pressemitteilung der Katastrophenschutzbehörde AFAD ist die Opferzahl auf 28 angestiegen. 885 Menschen wurden verletzt.

31/10/2020 12:17 Wie der türkische Gesundheitsminister am Samstagmittag über seinen Twitter-Account mitteilte, ist die Zahl der Opfer auf 26 gestiegen. 25 der 381 Verletzten befinden sich auf der Intensivstation. Währenddessen konnten vor kurzem vier Menschen aus einem eingestürzten Gebäude lebend geborgen werden, darunter ein Kind.

31/10/2020 11:48 Nach aktuellen Angaben der Katastrophenschutzbehörde AFAD ist die Zahl der Opfer auf 25 angestiegen, 831 Menschen wurden verletzt. Seit dem Beben folgten 521 Nachbeben, 37 von ihnen mit einer Stärke von mehr als 4,0.

Am Freitagnachmittag kam es in der Ägäis zwischen der türkischen Provinz Izmir und der griechischen Insel Samos zu einem Erdbeben der Stärke 6,6 auf der Richter-Skala. Dabei sind nach Stand vom frühen Samstagmorgen 24 Menschen ums Leben gekommen, 804 wurden verletzt. Die Such-, Bergungs- und Rettungsarbeiten gehen in neun eingestürzten Gebäuden weiter.

Insgesamt wurden 743 Menschen in Izmir, fünf in Manisa, zwei in Balikesir und 54 Menschen in Aydin verletzt. 25 Menschen befinden sich auf Intensivstationen, neun befinden sich noch im OP-Saal.

Seit dem ersten Beben kam es zu insgesamt 410 Nachbeben, von denen 33 stärker als 4,0 auf der Richterskala waren.

Rettungsteams aus der ganzen Türkei vor Ort

Rettungsteams des Katastrophenschutzes AFAD sind aus den Provinzen Afyon, Bursa, Balikesir, Canakkale, Eskisehir, Konya, Kütahya, Mugla, Manisa, Denizli, Isparta und Usak angereist, um zu helfen. Auch das Militär und weitere Rettungsteams sind vor Ort im Einsatz. Die Bergungs- und Rettungsarbeiten in acht eingestürzten Gebäuden sind mittlerweile abgeschlossen, in neun Gebäuden gehen sie weiter, wie der Minister für Städteplanung Murat Kurum verkündete. Immer wieder haben die Rettungskräfte Verschüttete unter Applaus retten können.

An rund 115 Einsatzorten in Izmir, Mugla und Aydin kam es zu Stromausfällen.

In der Region wurden knapp 1000 Zelte, 4500 Decken und 3600 Betten entsendet, der Rote Halbmond hat seine mobilen Küchen geschickt, mit denen über 56.000 Menschen versorgt werden können.

Für die betroffene Region hat AFAD drei Millionen Lira (310.000 Euro), das Familienministerium fünf Millionen Lira (510.000 Euro) Soforthilfen bereitgestellt.

EU, Nato, Frankreich bieten Hilfe an

Im Zuge des Erdbebens bestätigte sowohl die EU als auch die NATO ihre Bereitschaft zur Hilfe und drückte ihr Beileid aus. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission erklärte, dass sie bereit sind "auf allen möglichen Wegen" zu helfen. Auch der Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, drückte sein Beileid für all jene aus, die durch das Erdbeben getroffen wurden. Der französische Innenminister Gerald Darmanin schrieb ebenfalls auf Twitter: "Frankreich steht an der Seite des türkischen und griechischen Volks, um sich dieser schrecklichen Tortur zu stellen. Wenn die Regierungen dieser Länder dies wünschen, kann französische Hilfe sofort entsendet werden."

(be)