AFAD

Erdbeben in mehreren Provinzen der Türkei

12.4.2020 9:08 Uhr

Am frühen Morgen des Sonntags ist es gleich zu zwei schweren Erdbeben gekommen: eines im iranischen-türkischen Grenzgebiet mit dem Epizentrum in Khoy der Stärke 4,7 auf der Richterskala und eines im Schwarzen Meer vor Amasra mit einer Stärke von 4,2.

Das Erdbeben in Khoy, welches an die türkische Provinz Van im äußersten Osten grenzt, trat um 5:23 Uhr (Ortszeit) morgens auf und konnte bis weit in die Türkei gespürt werden. Am heftigsten rüttelte es bei dem in sieben Kilometern Tiefe gelegenen Erdbeben das zum Landkreis Saray gehörende Kapiköy durch. Es gab zunächst keine Berichte über Schäden, Verletzte oder Tote, weder im Iran noch in der Türkei. Das Erdbeben-Observatorium Rasathane der Bogazici Universität in Istanbul gibt das Erdbeben mit einer Stärke von 4,9 und einer Tiefe von fünf Kilometern an.

Erdbeben im Schwarzen Meer

Auch die Schwarzmeerküstenbewohner von Bartin im Landkreis Amasra wurden unsanft aus dem Schlaf gerissen, als um 5:31 Uhr (Ortszeit) die Erde bebte. Allerdings lag das Erdbeben rund 180 Kilometer vor der Küste von Amasra, sodass es auch hier zu keinen Schäden oder Verletzten kam. Die Rasathane gibt dieses Erdbeben mit einer Stärke von 4,0 in einer Tiefe von 30 Kilometern an, während der türkische Katastrophenschutz AFAD ihn bei einer Tiefe von 12 Kilometern misst.

4,3er-Erdbeben in Bingöl

Die Erde scheint am Sonntag nicht stillstehen zu wollen, denn auch die östliche Provinz Bingöl wurde am Vormittag von einem Erdbeben der Stärke 4,3 durchgeschüttelt. Das Epizentrum befand sich in Landkreis Karliova, einem sehr gebirgigen Terrain, in 20 Kilometern Tiefe. Es gibt noch keine Informationen, ob es bei dem Beben zu Schäden oder Verletzten gekommen ist.

(be)

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