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US-Milliardär Epstein tot in Zelle gefunden

10.8.2019 15:34 Uhr

Jeffrey Epstein und sein Verfahren wegen pädosexueller Neigungen hatte die Substanz, die gesamte US-Prominenz bis in die höchste Politik durchzuwürfeln. Wenn er denn ausgesagt hätte. Das kann er nun nicht mehr - Epstein ist tot und wurde Medienberichten nach leblos in seiner Zelle gefunden.

Bisher stützen sich die Berichte zum Ableben von Epstein auf Berichte der NBC News und von der New York Post. Die Quellen wollen die Todesnachricht aus Kreisen der Behörden, welche die Todesumständen offensichtlich untersuchen, erfahren haben.

Selbstmord in einer Überwachungszelle?

Die Medienberichte sagen aus, dass ein Notruf aus dem Gefängnis um 6.38 Uhr Ortszeit bei den Rettungsdiensten einging, der von einem Herzstillstand berichtete. Um 7.30 Uhr Ortszeit sei eine Bahre, auf welcher ein Mann lag, der wie Jeffrey Epstein ausgesehen haben soll, ins <font>New York Downtown Hospital gebracht worden sein. Knapp eine Stunden nachdem der Notruf abgesetzt wurde. Wie die New York Post berichtet, hätten die Strafverfolgungsbehörden ihnen mitgeteilt, dass Jeffrey Epstein in der Nacht einen erfolgreichen Suizidversuch unternommen habe. Das wiederum wirft Fragen auf, welche sich die Behörden stellen lassen müssen.
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<font>Im Juli wurde Epstein bereits einmal medizinisch behandelt. </font>Epstein war am Dienstag den 23. Juli in seiner Zelle im Manhattans Metropolitan Correctional Center nahezu bewusstlos aufgefunden worden und hatte sich am Nacken verletzt. Zwei Tage später wurde der Beklagte in einem Missbrauchsprozess, der auch einflussreichen Männern aus den USA zum Nachteil gereichen kann, wieder ins Gefängnis gebracht und in eine Überwachungszelle für Selbstmordgefährdete verlegt. In Deutschland werden derart sonderüberwachte Gefangene alle Viertelstunde kontrolliert. In den USA soll es Systeme geben, sogenannte "Intelligente Kamerasystem", welche schon Alarm schlagen, wenn der Gefangene ein Betttuch zerreißt oder andere Manipulationen vornimmt, die auf einen Suizid in der Vorbereitungsphase hindeuten.

Und da muss dann die Frage gestellt werden, wieso ein Mann, der schon einen erfolglosen Suizidversuch hinter sich hat und drum in einer entsprechenden Überwachungssituation ist, sich erfolgreich das Leben nehmen kann. Die Behörden waren gewarnt und wussten von der Absicht, dass sich Epstein möglicherweise selbst töten wollen würde. Ein Mann, durch dessen Aussagen so viele mögliche Mittäter demaskiert werden können, darf sich nicht auf diesem Weg "aus der Verantwortung und juristischen Mitarbeit stehlen".

(Hürriyet.de)

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