epa/Andy Rain

Entschuldigung wegen verpasstem Brexit

3.11.2019 12:34 Uhr

Für den versäumten Brexit am 31. Oktober hat sich der britische Premierminister Boris Johnson bei seinen Landsleuten entschuldigt. «Es ist eine Frage des tiefen Bedauerns», sagte Johnson in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Sky. «Ich bin sehr, sehr enttäuscht.»

Die Brexit-Verzögerung sei ein «Gräuel». Zugleich gab der Regierungschef dem Parlament die Schuld an der Verzögerung. Es habe genug Zeit gehabt, über den mit der EU neu verhandelten Deal abzustimmen, aber diese Möglichkeit nicht genutzt.

Austritt spätestens am 31. Januar 2020

Johnson hatte wiederholt versprochen, dass Großbritannien die EU am 31. Oktober verlassen werde, «komme, was wolle». Nun soll das Land spätestens am 31. Januar austreten. Die Diskussion über den Brexit steht im Mittelpunkt der vorgezogenen Parlamentswahl am 12. Dezember.

Der Premier zeigte sich überzeugt, dass das Vereinigte Königreich nach dem Brexit rasch ein Handelsabkommen mit der EU schließen werde. Ein Vertrag sollte «grundsätzlich sehr einfach» sein, sagte Johnson. Er warnte vor weiterem Brexit-Chaos, falls die Labour-Partei die Wahl gewinnt. «(Parteichef Jeremy) Corbyn und die Labour-Partei wollen zurück nach Brüssel gehen und sechs Monate lang verhandeln, dann ein Referendum abhalten, verbunden mit all den vergifteten und langwierigen Traumata, und dann gegen ihren eigenen Deal vorgehen.»

(an/dpa)

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