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Enge Zusammenarbeit zwischen Israel und Zypern

12.2.2019 14:16 Uhr

Vor allem in den Bereichen Sicherheit und Energie wollen Israel und Zypern in Zukunft stärker kooperieren. Dies erklärten die Staatspräsidenten beider Länder, Reuven Rivlin und Nikos Anastasiades, am Dienstag in der zyprischen Hauptstadt Nikosia.

"Eine neue Ära hat begonnen", sagte Anastasiades im zyprischen Fernsehen (RIK). Rivlin hob hervor, dass die Streitkräfte der beiden Mittelmeerländer eng kooperierten und gemeinsame Manöver austrügen.

Israel und Zypern haben jedoch ein größeres Projekt im Blick: Bis 2025 könnte Erdgas aus dem östlichen Mittelmeer vor der Küste Israels durch eine Riesenpipeline (Eastmed-Pipeline) über Zypern, Kreta, das griechische Festland bis nach Italien geleitet werden. "Das wird eine der wichtigsten Unterwasser-Pipelines der Welt sein", sagte Rivlin.

Gasfelder vor der Küste Israels entdeckt

Vor der Küste Israels waren in den vergangenen Jahren reiche Erdgasfelder entdeckt worden. Die 2100 Kilometer lange Pipeline soll ersten Studien zufolge rund sechs Milliarden Euro kosten. Die Pipeline soll teilweise bis zu 3000 Meter tief auf dem Grund des Mittelmeeres liegen.

Israel, Zypern, Griechenland und Italien wollen im März ein entsprechendes Abkommen auf der Insel Kreta unterzeichnen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Athener Außenministeriums.

(an/dpa)