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Elfmeter-Diskussionen des Tages: Hoffenheim, Schalke - und viele Meinungen

2.12.2018 11:50 Uhr

Die Handpielregel im Strafraum sorgt immer wieder für Diskussionen. Dass nun aber jetzt sogar die Evolutionstheorie dafür herangezogen wird, ist mal was neues.

Julian Nagelsmann ging bis zu den Anfängen der Menschheit zurück. Der Trainer der TSG Hoffenheim bemühte nach dem 1:1 (0:0) gegen Schalke 04 die Evolutionstheorie, um für eine Änderung der umstrittenen Handspielregel im Strafraum zu plädieren."Es ist in der Anatomie nunmal so, dass die Arme links und rechts runterhängen - sie vergrößern also immer die Körperfläche. Das ist schon ganz lange beim Menschen so", kommentierte der 33-Jährige die wieder einmal aufgekommene Diskussion: "Ich kann die Sache mit der Vergrößerung der Körperfläche nicht mehr hören."

Deshalb sprachen sich Nagelsmann und sein Schalker Kollege Domenico Tedesco für eine Regeländerung aus. Nach Ansicht der beiden sollte nur noch auf Strafstoß entschieden werden, wenn ein absichtliches Handspiel vorliegt. Das hätte auch Robert Kampka (Mainz) geholfen. Der Referee erkannte einmal auf Handelfmeter gegen Hoffenheim, nahm die Entscheidung aber nach Ansicht der Bilder wieder zurück. Dann verhängte er einen umstrittenen Handelfmeter gegen Schalke und blieb dabei - ohne Videostudium. Bereits in der ersten Hälfte hatte sich Schalke-Verteidiger Salif Sane den Ball an die Hand geköpft - der Pfiff blieb aus. Sicher ist die unterschiedliche Auslegung der derzeitigen Regel ein Ärgernis und sollte durch eine eindeutige Vorgabe für die Unparteiischen ersetzt werden. Wenig hilfreich ist allerdings die Polemik im Stil von Christian Heidel. "Der Kamerad in Köln muss mal die Zeitung weglegen", sagte der Schalker Sportvorstand in Richtung des Video-Assistenten Tobias Stieler (Hamburg). Dass er es mit dieser Aussage in die Zeitung schaffen würde, war Heidel klar.

(be/afp)