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El Paso: Politiker und Bewohner lehnen Trump-Besuch ab

6.8.2019 21:41 Uhr

Nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag in El Paso, bei dem ein 21-Jähriger 22 Menschen erschoss, sprechen sich viele örtliche Politiker und Anwohner gegen einen Besuch des US-Präsidenten aus.

"Ich halte unseren Präsidenten absolut für schuldig. Seine Rhetorik, sein Hass gegen Menschen, die nicht die gleiche Hautfarbe haben; er hat kein Recht, das zu tun", sagte Anwohnerin Silvia Rios der Nachrichtenagentur AFP.Präsident Trump will El Paso am Mittwoch besuchen. Ein 21-Jähriger hatte dort am Samstag in einem Einkaufszentrum 22 Menschen erschossen, bevor er festgenommen wurde. Die Ermittler vermuten ein rassistisches Motiv. 13 Stunden später hatte ein 24-Jähriger in Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Das Motiv für diese Tat ist bislang unklar.

Trump habe geholfen, den Hass (...) zu schaffen

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Beto O´Rourke schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, Trump habe dabei geholfen, "den Hass, der die Tragödie vom Samstag möglich gemacht hat, zu schaffen". "Wir brauchen nicht noch mehr Spaltung. Unsere Wunden müssen heilen. Er hat hier nichts zu suchen", schrieb O´Rourke, der in El Paso aufgewachsen ist. Die demokratische Kongressabgeordnete Veronica Escobar aus El Paso bat Trump daran zu denken, "dass seine Worte und Taten Anteil hieran hatten". "Aus meiner Sicht ist er hier nicht willkommen", sagte sie dem Sender MSNBC. Der Ortsvorsitzende der republikanischen Partei, Adolpho Telles, verteidigte den Besuch des Präsidenten in der Stadt, sagte dem Sender CNN allerdings, Trump müsse mit seiner Wortwahl vorsichtiger sein.

Trump "nicht hilfreich"

El Pasos Bürgermeister Dee Margo hob bei der Ankündigung von Trumps Besuch hervor, dass er den Präsidenten empfange, weil es seine Pflicht sei. Die Bürgermeisterin von Dayton, wohin Trump am Mittwoch ebenfalls reisen will, erklärte unterdessen, sie werde den Präsidenten treffen und sagen, "wie wenig hilfreich er ist". Seine Aussagen über Waffen "waren nicht hilfreich", betonte Nan Whaley.

(be/afp)

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