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Einwegplastik in der ägyptischen Provinz Rotes Meer ab Juni verboten

3.4.2019 21:33 Uhr

Die ägyptische Provinz Rotes Meer bläst zum Angriff gegen die Meeresverschmutzung. Um ihr Meer - immerhin gehören zu der Provinz beliebte Urlaubsorte wie Hurghada - zu schützen, wird ab dem 1. Juni dort Einwegplastik wie Tüten, Geschirr und Besteck aus Kunststoff verboten. Dies teilte der Gouverneur der Provinz Ahmed Abdallah am Mittwoch mit.

Abdallah sagte der Nachrichtenagentur AFP, mit der neuen Regelung solle das Meer geschützt werden. Unternehmen und Privatleute sollten künftig auf Papierprodukte und auf Mehrwegverpackungen umsteigen. Ein Großteil der Einnahmen in der Region um den Badeort Hurghada kommt aus dem Tourismus. Die spektakulären Riffe und ihre Tierwelt sind bei Tauchern beliebt. Allerdings wird das gesamte Ökosystem von Klimawandel und Umweltverschmutzung bedroht. Die Idee für ein Verbot von Einwegplastik in der Region ist nicht neu: Im Jahr 2011 war ein solcher Schritt schon einmal diskutiert worden. Nach dem Sturz des langjährigen Diktators Husni Mubarak waren dann jedoch zunächst andere Themen dringlicher.

(be/afp)