dpa

Eintracht Frankfurt daheim schwer vom FC Basel verprügelt

12.3.2020 22:58 Uhr

Hat es an der Geisterkulisse gelegen, den leeren Rängen, waren die Gedanken wegen der Krise mit dem Coronavirus nicht auf dem Platz oder war der FC Basel einfach so viel besser als Eintracht Frankfurt? Wie man es dreht und wendet, nach der 0:3-Heimniederlage stehen die Hessen jedenfalls kurz vor dem Aus in der Europa League - sofern ihnen im Rückspiel, was wieder in Frankfurt stattfindet, nicht noch etwas wie ein kleines Wunder gelingt.

Samuele Campo in der 27. Minute, der eingewechselte Kevin Bua (73.) und Fabian Frei (85.) trafen zum unerwartet klaren Sieg der Gäste. In der Frankfurter Arena, wo die Eintracht in den vergangenen eineinhalb Jahren mit ihren Fans stimmungsvolle Europacup-Abende zelebriert hatte, herrschte wegen des vom Frankfurter Gesundheitsamtes am Vorabend des Spiels verhängten Zuschauerausschlusses 90 Minuten lang absolute Stille.

Die Leere schien die Frankfurter zu paralysieren

Die ungewohnte Situation lähmte die Hausherren. Bis auf einen Schuss von Sebastian Rode (8.), der knapp am Pfosten vorbei strich, hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit offensiv nichts zu bieten. Gegen die gut organisierte Abwehr der Schweizer, die wegen des in der Heimat aufgrund der Ausbreitung des neuen Coronavirus unterbrochenen Ligabetriebs ihr erstes Pflichtspiel seit zwei Wochen bestritten, fehlte es an Ideen und der nötigen Präzision.

Die demonstrierte auf der Gegenseite Campo, der einen direkten Freistoß aus gut 20 Metern zur Gäste-Führung in den Winkel des Frankfurter Tores zirkelte. Der Gegentreffer verunsicherte die Hausherren noch mehr. Bis zur Pause geriet das Baseler Gehäuse nicht einmal ernsthaft in Gefahr. Vielmehr bot sich Silvan Widmer (43.) sogar die Chance zum zweiten Treffer für den Schweizer Vizemeister, doch ein Kopfball des Abwehrspielers verfehlte knapp das Ziel.

In der zweiten Hälfte machte Basel den Sack zu

Eintracht-Trainer Adi Hütter reagierte in der Halbzeit auf die schwache Vorstellung seines Teams und brachte mit Gonçalo Paciência einen zweiten Stürmer. Für den Portugiesen blieb Djibril Sow in der Kabine. Die ersten Chancen hatte aber wieder Basel durch Frei und Arthur Cabral. Erst nach 52 Minuten wurden dann auch die Hessen endlich das erste Mal gefährlich. André Silva kam frei zum Schuss, der aber über das Tor ging. Noch knapper war es bei einem Kopfball von Paciência (57.) und einem Lattenschuss von Almamy Touré (65.).

Die Eintracht agierte nun druckvoller und kam durch Silva (66.) und Touré (67.) zu weiteren guten Gelegenheiten. Doch das erwies sich nur als Strohfeuer. Als Bua einen Konter mit einem gekonnten Lupfer über Eintracht-Torwart Kevin Trapp abschloss, war die Partie entschieden. Der Treffer durch Frei sorgte dann für den eigentlich uneinholbaren Vorsprung der Schweizer.

(dpa)

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