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Einseitig: Max Kruse löst Vertrag mit Fenerbahce Istanbul auf

18.6.2020 20:03 Uhr

Kaum eine Woche ist die Süper Lig in der Türkei wieder im Spielmodus, da trudelt für die Fans vom 19-maligen Meister Fenerbahce Istanbul eine Hiobsbotschaft ein, die wie eine Bombe einschlägt. Max Kruse, der ehemalige deutsche Nationalspieler der erst seit Saisonbeginn in Kadiköy am Bosporus spielt, hat seinen Vertrag einseitig und vorzeitig gekündigt. Das wollen die Kanarienvögel so nicht hinnehmen und klagen.

20 Einsätze in der Süper Lig für Fener, sieben Tore und sieben Vorlagen – eigentlich eine gute Bilanz für die erste Saison im neuen Klub, die Ex-Nationalspieler Max Kruse beim Tabellensiebten in der Türkei hingelegt hat. Da wäre in der kommenden Saison sicher noch mehr gegangen – wäre. Doch wieder einmal gab es, wohl wie im Fall von Keeper Loris Karius beim Ortsrivalen Besiktas Istanbul, Ärger um das liebe Geld. Das soll Kruse laut Medienberichten aus der Türkei als Grund angeführt haben, um seinen bis Sommer 2022 laufenden und mit rund 2,5 Millionen Euro netto dotierten Vertrag aufzulösen. Das will Fenerbahce so nicht stehenlassen.

"Ungerechtfertigt und unbegründet"

Das Vorgehen von Kruse sei laut Veröffentlichung auf dem Twitter-Account und der Webseite von Fenerbahce "ungerechtfertigt und unbegründet". Einen Gehaltsrückstand, der auf der Zeit vor der Pause durch das Coronavirus basiere, habe es nicht gegeben. Zudem hätte Kruse, so die Klubführung, Anfragen zu Gesprächen seitens des türkischen Fußballverbandes (TFF) ignoriert. Fenerbahce sei bereit, so die Erklärung, das Vorgehen seines Spielers vor dem Sportgericht zu klären und werde das Verhalten so nicht unwidersprochen hinnehmen. Schließlich müsse man die Interessen des Vereins wahren.

Zieht es Kruse in die Bundesliga zurück?

Wie in einigen türkischen Medien zudem kolportiert wird, soll Kruse auch mit der Gehaltskürzung wegen der Coronakrise – immerhin rund 15 Prozent – nicht einverstanden gewesen sein. Ende März sagte Kruse bereits in einem Interview mit "spox", dass seine Zukunft "kurzfristig" in Istanbul läge, er aber langfristig wieder näher bei seinem Sohn sein wolle. Deutete sich da schon der Abgang an und will Kruse zurück in die Bundesliga? Vielleicht sogar zu Werder Bremen, wenn man den Klassenerhalt schafft? Wir werden es bald wissen.

(ce)

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