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Einkommenskluft zwischen deutschen und ausländischen Beschäftigten wächst

12.11.2019 15:19 Uhr

870 Euro - das ist die Kluft beim Einkommen zwischen deutschen und ausländischen Beschäftigten und der Betrag, den ein deutscher Arbeitnehmer mehr verdient. Vor acht Jahren lag dieser Betrag noch bei 198 Euro. In nur acht Jahren hat sich diese Kluft vervierfacht, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" meldet.

Die Kluft zwischen deutschen und ausländischen Beschäftigten beim durchschnittlichen Verdienst hat sich einem Bericht zufolge binnen acht Jahren mehr als vervierfacht. Im Jahr 2010 verdienten einheimische Arbeitnehmer mit monatlich 2388 Euro im Schnitt 198 Euro mehr als ausländische Arbeitnehmer, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion. 2018 stieg die Differenz auf mehr als 870 Euro.

Verdienst ausländischer Arbeitnehmer rückläufig

Im vergangenen Jahr verdienten deutsche Vollzeitbeschäftigte demnach gut 3400 Euro und Vollzeitbeschäftigte ohne deutschen Pass 2530 Euro. Gegenüber 2016 sei der durchschnittliche Verdienst ausländischer Arbeitnehmer hierzulande sogar um 44 Euro geschrumpft, während einheimische Arbeitskräfte in der Spanne beim Gehalt um knapp 300 Euro zulegten, schrieb die Zeitung weiter.

"Angesichts der wachsenden Lohnlücke zwischen Deutschen und Ausländern drängt sich der Verdacht auf, dass mit der Zuwanderungspolitik der Bundesregierung nicht der Fachkräftemangel bekämpft werden soll, sondern das Gehaltsniveau", sagte der AfD-Abgeordnete René Springer der "NOZ". Qualifizierte Zuwanderung sei richtig, sagte Springer. "Lohndumping nicht. Alles andere schürt Ressentiments und spaltet die Gesellschaft."

(ce/afp)

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