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Einigung auf Haustarifvertrag

27.3.2019 18:47 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi und die Deutsche Post haben ihren langen Streit beigelegt. Grund sind die Tochtergesellschaften der Post mit oft niedrigeren Löhnen als der Mutterkonzern.

Man habe sich auf einen neuen Haustarifvertrag geeinigt, teilten Deutsche Post und Verdi am Mittwoch in Bonn und Berlin mit. Die umstrittenen 46 "Delivery"-Töchter werden aufgelöst. Für deren rund 13 000 Mitarbeiter gilt vom 1. Juli an der neue Haustarifvertrag. Diese Mitarbeiter wurden bisher nach den Regeln der Logistikbranche bezahlt und bekamen daher zumeist weniger Geld als ihre Haustarif-Kollegen.

Haustarifvertrag für mehr als 140.000 Menschen

Von Sommer an sollen sie nun gleich viel Geld bekommen. Der Haustarifvertrag gilt dann für deutlich mehr als 140.000 Menschen in Deutschland, die im Brief- und Paketgeschäft arbeiten.

Im Gegenzug billigte die Arbeitnehmerseite dem Konzern ein anderes Stufensystem zu - neue Mitarbeiter müssen künftig vier statt nur zwei Jahre warten, bis sie auf die nächste Stufe kommen und mehr verdienen. Auch der Zeitraum für spätere Stufensprünge wird in die Länge gezogen. Dadurch sinkt der Kostenballast für den Konzern in den nächsten Jahren. Außerdem werden betriebsbedingte Kündigungen nun bis Ende 2022 ausgeschlossen. Bisher galt diese Garantie bis Ende 2019.

(an/dpa)