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Ein Roadtrip durch die Türkei

6.4.2019 12:24 Uhr

Eine abwechslungsreiche Naturlandschaft, die sich von den Bergen bis zum Meer erstreckt, zahlreiche antike Stätten, lebhafte Städte und Dörfer, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint – all das macht die Türkei perfekt für einen Roadtrip.

Wer nicht nur zum Baden kommt, sondern möglichst viel sehen und dabei unabhängig sein möchte, für den ist diese Reiseform praktisch verpflichtend. Eine gute Planung sollte im Voraus natürlich erfolgen. Die zurückgelegten Kilometer spielen bei einem Roadtrip weniger eine Rolle; viel wichtiger ist die Qualität der Stationen.

Generelle Hinweise vorab: Auf türkischen Autobahnen gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h. Auf Schnellstraßen darf nicht schneller als 90 km/h gefahren werden. Innerorts sind bis zu 50 km/h erlaubt. Radarkontrollen unterstützen die Einhaltung. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Prozent. Telefonieren während der Fahrt ist verboten. Es gilt Anschnallpflicht.

Eine Woche – ein Roadtrip

Istanbul ist ein wunderbarer Start in den Roadtrip. Nach einem oder zwei Tagen Sightseeing in der auf zwei Kontinenten liegenden Metropole kann es in Richtung Izmir losgehen. Ohne Stopp dauert die Fahrt etwa fünfeinhalb Stunden. Izmir verzaubert durch südländisches Flair im Kontrast zu historischen Sehenswürdigkeiten.

Nach einer Übernachtung geht es weiter nach Pamukkale. Die Fahrt dauert nur drei Stunden, und ein Zwischenstopp in Ephesus ist empfehlenswert. Die Ruinen von Ephesus wollen als eines der Sieben Weltwunder der Antike besichtigt werden. In Pamukkale sollte man sich Zeit für die Kalkterrassen und die Ruinen von Hierapolis nehmen – beide gehören zu den am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten der Türkei.

Kappadokien ist die letzte Station des Roadtrips. Die siebenstündige Fahrt kann für einige beeindruckende Aussichten unterbrochen werden. Für die Übernachtung bietet sich eines der berühmten Höhlenhotels an, von dessen Terrasse aus man die Fahrten der Heißluftballons zum Sonnenuntergang beobachten kann. Noch authentischer ist das Kappadokien-Erlebnis natürlich aus der Luft in einem solchen Ballon.

Kürzere Roadtrips

Die Küste der Ägäis bietet eine der schönsten Strecken für einen Roadtrip. Von Izmir aus kann die Fahrt über Cesme und Bodrum nach Fethiye gehen. Urige Dörfer, historische Ruinen, idyllische Inseln und Badestrände laden ebenfalls zu Stopps ein.

Ein Roadtrip von Antalya nach Fethiye würde auf direktem Weg nur drei Stunden dauern. Fünf lohnende Stunden ist man hingegen auf der kurvigen Küstenstraße unterwegs. Empfehlenswerte Stationen sind das Schmetterlingstal (Kelebek Vadisi), das seinem Namen alle Ehre macht und auch über einen wunderschönen Strand verfügt, sowie der Ort Cirali als Ausgangspunkt für die antike Stadt Olympos.

Für einen Roadtrip von Trabzon nach Hopa genügen schon zwei Tage. Die Fahrt entlang der Schwarzmeerküste dauert nur zwei Stunden und führt über neue Straßen. Auf dem Weg ins Tal gilt es jedoch, mehrere Stopps bzw. Abstecher ins Landesinnere einzuplanen: Altindere, Uzungol, Ayder und Camlihemsin sind unentdeckte Juwelen. Nicht entgehen lassen sollte man sich das Sumela-Kloster. Eine Übernachtung ist in der Stadt Rize möglich, die mitten im Teeanbaugebiet liegt.

(jk)