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Ehepaar schleust Flüchtlingskinder ein

3.4.2019 18:41 Uhr

1500 Euro je Einschleusung hat ein Ehepaar erhalten für das illegale Einschmuggeln von Flüchtlingskindern aus Griechenland nach Deutschland. Dem 43-Jährigen und der 42-Jährigen wurden vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten am Mittwoch Haftstrafen von jeweils einem Jahr und elf Monaten auf Bewährung wegen bandenmäßigen Einschleusens verhängt.

Laut einer Gerichtssprecherin seien beide voll geständig gewesen. Sie brachten demzufolge vier Kinder nach Deutschland, bevor sie beim fünften Mal gefasst wurden.

Nur die Nationalität eines Kindes konnte identifiziert werden

Von weiteren unbekannten Mittätern erhielten sie den Angaben zufolge 1500 Euro pro Schleusung. Bei den Einreisen aus Griechenland zwischen November 2018 und Januar 2019 gaben sie die Flüchtlinge als ihre eigenen Kinder aus, wofür sie den Pass ihres Sohnes nutzten. Daher wurden sie auch wegen Missbrauchs von Ausweispapieren verurteilt.

Nur die Nationalität des fünften Flüchtlingskindes, eines Afghanen, konnte ermittelt werden. Alle Kinder waren etwa sieben Jahre alt, um zu den Ausweispapieren des ebenso alten Sohnes zu passen.

(sis/dpa)