Hürriyet

Edirne versorgt sich aus Wassergruben – auch Salda See stark betroffen

6.1.2021 18:06 Uhr

Neben Istanbul müssen derzeit auch Burdur mit dem bekannten Salda See und Edirne dringend Lösungen finden, um die Trockenzeit in den Regionen zu stoppen.

Thrakien erlebt die trockenste Zeit der letzten 91 Jahre. Der Wasserstand im Kayaliköy-Damm in Kirklareli, der den Trinkwasserbedarf von Edirne deckt, ist hier auf drastische 2 Prozent gesunken, sodass das Wasser derzeit nur für 5 bis 6 Monate reichen würde. Die zuständigen Behörden haben nun damit angefangen, das Trinkwasser der Stadt aus Wassergruben zu entnehmen.

Auch Salda-See stark betroffen

Doch nicht nur Thrakien, sondern auch das beliebte Touristenzentrum Salda in Burdur ist stark von der Dürre betroffen. Der hochrangige Geologe Servet Cevni, erklärte, dass Burdur und seine Umgebung, bald als "Wüstenregion" bezeichnet werden, wenn hier keine Maßnahmen gegen das Austrocknen und Entziehen von Seewasser ergriffen werden. Er sagte: "Unsere Hauptprioritäten sind Lösungen für den Burdur-See und den Salda-See zu finden, da sie das menschliche Leben am meisten beeinflussen. Der eine ist sehr wichtig für den Tourismus und der andere für die Provinz. Wenn es hier nicht bald ernsthaften Untersuchungen zur Dürre gibt, werden wir sowohl den Salda-See als auch den Burdur-See in naher Zukunft verlieren. Alle Seen in unserer Region sind in Gefahr."

Cevni fügte hinzu: "Unsere Seen trocknen aus. Der "See-Distrikt" ist in Gefahr. Obwohl es viele Gründe für diese Situation gibt, sind viele dieser Gründe menschlichen Ursprungs. Mit anderen Worten, sie werden durch direkte Schäden an unseren Grund- und Oberflächengewässern durch menschliches Handeln verursacht."

Hauptgründe für die Dürre

Servet Cevni erklärte, dass das Trocknen von Dämmen und Seen nicht auf ein einziges Ereignis zurückzuführen sei und dass es viele Gründe dafür gäbe: "Die Hauptgründe sind negative menschliche Eingriffe in das Regime der Flüsse und der Grundwasserressourcen, die unsere Seen versorgen, darunter: falsche landwirtschaftliche Bewässerungen, der hohe Wasserverbrauch, Leckagen durch illegale Bohrbrunnen im Becken sowie globaler Klimawandel."

"Die Probleme, über die wir sprechen, sind keine Probleme, die individuell gelöst werden können. Kommissionen müssen eingerichtet und die Ursachen von Experten untersucht werden", so der Geologe. Ohne ernsthafte Untersuchungen zur Dürre würde laut Cevni die Türkei den Salda-See bald komplett verlieren.

(gi)

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