EBWE

EBWE will 2019 rund 250 Millionen Euro in türkischen Energiesektor investieren

19.6.2019 21:02 Uhr, von Chris Ehrhardt

Der türkische Energiesektor wird jährlich mit rund 250 Millionen Euro von den EBWE (der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) unterstützt. Das Investitionsvolumen in der Türkei soll auch im Jahr 2019 in unveränderter Höhe beibehalten werden, sagte eine Managerin der EBWE am 19. Juni. Nandita Parshad, Direktorin für nachhaltige Infrastrukturgruppe der EBWE, sprach in einem Interview über die Zukunftspläne der EBWE für den türkischen Energiesektor.

Bisher sind über die EBWE rund 1,6 Milliarden Euro als Direktinvestitionen in den türkischen Energiesektor geflossen. Das inkludiert Darlehen, Eigenkapital und Anleihen. Parshad stellte heraus, dass der Durchschnitt bei den Investitionen in den türkischen Energiesektor bei einer Jahressumme von 250 Millionen Euro läge. In diesem Jahr sind über die EBWE bereits rund 89,5 Millionen Euro an Investitionsvolumen in eine Beteiligung von Ictas Sürdürülebilir Enerji Yatirimlari getätigt worden - dem Zweig für erneuerbare Energien der türkischen IC Energy Holding. Das Unternehmen besitzt ein Portfolio von 10 Wasserkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt.

Mehr private Anbieter stehen für schlanke Energiepreise

"Mit der Zuführung der EBWE-Mittel ist jetzt geplant, in Windparks und Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von bis zu 250 Megawatt zu investieren. Eigenkapital ist für uns eine hervorragende Möglichkeit, das weitere Wachstum der erneuerbaren Energien in der Türkei zu unterstützen", so Frau Parshad. Sie fügte hinzu, dass die EBWE-Investition zugunsten von Ictas auch einen Teil der kürzlich erfolgten Privatisierung des Wasserkraftwerks Kadincik in Mersin im Süden der Türkei finanzieren wird.

Ictas gewann die Privatisierungsausschreibung für die Kadincik-Wasserkraftwerke mit insgesamt 126 Megawatt. "Damit wird es mehr private Anbieter im Sektor des türkischen Energieerzeugungssektors geben. Das ist gut, denn das steht für mehr Wettbewerb und damit ist der Weg frei für niedrigere Strompreise und Diversifizierung der Versorgung", sagte Parshad. "Wir sind auch Aktionär von Akfen Renewables. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Kombination von Fremd- und Eigenkapital ein Unternehmen und die gesamte Branche stärken kann. Die EBWE beteiligte sich 2015 an Akfen Renewables und stellte im September 2018 ein separates Finanzierungspaket in Höhe von 91,2 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dieser Investition finanzierten wir den Bau von vier Windparks und neun Solarprojekten mit einer Gesamtkapazität von 327 Megawatt", erklärte Parshad und fügte hinzu, dass es die größte Einzelfinanzierung eines Portfolios im Segment erneuerbare Energien darstellte.

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