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EBWE finanziert Pipeline aus Aserbaidschan

10.11.2020 8:26 Uhr, von an

Der Vorstand der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat ein Darlehen in Höhe von 423 Millionen Euro für die transanatolische Erdgaspipeline (TANAP) genehmigt.

Der sogenannte südliche Gaskorridor wird voraussichtlich bis 2020 rund 16 Milliarden Kubikmeter pro Jahr von dem Gasfeld Shah Deniz 2 in Aserbaidschan über TANAP durch die Türkei nach Europa bringen.

Shah Deniz 2 ist eines der größten Felder der Welt

Shah Deniz 2 ist eines der größten Gasfelder der Welt und wird von einem von BP geführten Konsortium geführt. Mit dieser Pipeline will Europa unabhängiger von russischem Gas werden. Das Projekt kostet rund 7,3 Milliarden Euro und wird von der Weltbank mit 677 Millionen Euro sowie der Asian Infrastructure Investment Bank mit 508 Millionen Euro unterstützt. Die Europäische Investitionsbank (EIB) erwägt ebenfalls eine Finanzierung in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. "Eine Entscheidung der EIB über die Finanzierung der TAP wird in den kommenden Monaten erwartet", sagte ein Sprecher der EIB.

Kritik an der Finanzierung von TANAP durch die Banken wurden laut, nachdem Aserbaidschan von der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) – die sich um Transparenz im Rohstoffsektor kümmert – suspendiert wurde. Damit verstößt die Finanzierung gegen die Grundsätze der EITI. Aserbaidschan kündigte an, die Vorfälle zu untersuchen und eigene Standards bei der Transparenz zu setzen.

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