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Ebola-Behandlungszentrum im Kongo: WHO-Direktor verurteilt tödlichen Angriff

9.3.2019 23:01 Uhr

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat bei einem Besuch des angegriffenen Zentrums den Überfall mit einem toten Polizisten und einem Verletzten verurteilt.

Bei einem Besuch des Zentrums in der Stadt Butembo sagte er am Samstag, die Ebolakranken verdienten einen Ort, an dem sie versorgt würden, und eine Chance zu überleben. Ghebreyesus sagte, die Kranken hätten es nicht verdient, zu Hause zu leiden und dabei ihre Angehörigen anzustecken. Bewaffnete Männer hatten das Behandlungszentrum in Butembo am frühen Samstagmorgen mit Schusswaffen angegriffen.

Bereits der dritte Angriff auf Ebola-Einrichtung

Das Behandlungszentrum in der Provinz Nord-Kivu hatte erst vor einer Woche wieder seine Arbeit aufgenommen, nachdem es wegen eines früheren Überfalls hatte schließen müssen. Insgesamt gab es bereits drei Angriffe auf die Einrichtung. Der Kampf gegen die bisher schlimmste Ebola-Epidemie im Kongo gerät durch solche Angriffe immer wieder ins Stocken. In der Region ist die Sicherheitslage extrem angespannt, zahlreiche Milizen sind dort aktiv. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind seit August 894 Menschen an Ebola erkrankt, 561 von ihnen starben an der Krankheit. Es ist bereits die zehnte Ebola-Epidemie in der Geschichte des Kongo.

(be/afp)