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E-Voting in Estland: Oppositionspartei vorn

3.3.2019 21:00 Uhr

Nach ersten Teilergebnissen im E-Voting liegt die Oppositionspartei vorne. Aber auch die Rechtspopulisten sind auf dem Vormarsch.

Nach Auswertung der elektronisch abgegebenen Stimmen kommt die wirtschaftsliberale Kraft auf 40 Prozent der Stimmen, teilte die Wahlkommission in Tallinn mit.

Dahinter liegt die rechtspopulistische Estnische Konservative Volkspartei (EKRE) mit 13,5 Prozent vor der mitregierenden konservativen Partei Isamaa (12,6 Prozent).

Mehr als ein Viertel der Wahlberechtigten hat gewählt

Die linksgerichtete Zentrumspartei von Regierungschef Jüri Ratas kommt nach Auszählung der Internet-Abstimmung auf 11,7 Prozent, ihr sozialdemokratischer Koalitionspartner auf 11,4 Prozent. Für die neugründete Partei Estland 200 stimmten 5,5 Prozent der Online-Wähler. Am E-Voting nahmen mehr als ein Viertel der Wahlberechtigten teil - ein neuer Rekord. Mit der Auswertung der übrigen Stimmen dürften sich die Kräfteverhältnisse noch verschieben.

Geldwäscheskandal überschattete Wahlkampf

Im Wahlkampf in dem nordosteuropäischen Ostsee-Staat, der zuletzt durch den riesigen Geldwäscheskandal bei der estnischen Filiale der Danske Bank in die Schlagzeilen geraten war, standen Wirtschafts- und sozialpolitische Themen im Vordergrund. In der letzten Fernsehdebatte am Wahlvorabend diskutieren die Spitzenkandidaten der Parteien zudem eine mögliche Kriminalisierung von Doping, nachdem zwei estnische Langläufer in den Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM verwickelt sind.

(be/dpa)