dpa

E-Sport liegt voll im Trend

19.8.2019 9:54 Uhr

E-Sport liegt im Trand, E-Sport ist angesagt, E-Sport begeistert und E-Sport schreibt enorme Zahlen beim Umsatzplus. Während andere Branchen eher dümpeln oder brach liegen, fährt der E-Sport einen Umsatzzuwachs von satten 22 Prozent - und ein Ende ist nicht in Sicht, gerade weil der Sport in Deutschland quasi noch in den "KInderschuhen" steckt. Es wird auch in den kommenden Jahren enorme Steigerungsraten geben.

E-Sport verzeichnet PricewaterhouseCoopers zufolge weiterhin rasante Umsatzzuwächse. Wie die Beratungsgesellschaft mitteilte, stieg der Umsatz in Deutschland 2018 auf 62,5 Millionen Euro, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Analysten von Deloitte errechneten im Auftrag des Branchenverbands Game zuletzt sogar einen Umsatz von 70 Millionen Euro.

Sponsoring der Motor im E-Sport

Neben Einkünften über den Verkauf von Tickets und Medienrechten sei vor allem das Sponsoring ein kräftiger Impulsgeber, der aktuell und in den kommenden Jahren für rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes sorgen dürfte, hieß es bei PwC. Hier allein erwartet das Beratungshaus im Jahr 2023 einen Umsatz von 60,9 Millionen Euro. Sponsoring bleibe damit "die wichtigste Erlösquelle im E-Sport", sagte Werner Ballhaus von PwC.

Gemessen am Umsatz liegt der deutsche E-Sport-Markt im globalen Vergleich demnach auf dem vierten Platz hinter den USA (191 Mio Euro), Südkorea (158 Mio Euro) und China (130 Mio Euro). In Europa liegt die Branche in Deutschland dagegen mit Abstand vorn. In Großbritannien wurden 2018 insgesamt 24 Millionen Euro umgesetzt, in Frankreich 21 Millionen und in Spanien 7 Millionen Euro. Immer mehr würden sich auch klassische Unternehmen etwa durch Sponsoring, Marketing oder Investitionen in der Branche engagieren, ermittelte PwC. Wer möglichst früh in die noch junge Branche eintrete, habe gute Chanchen, sich als führender Player zu positionieren, schätzt Ballhaus.

Fußball-Bundesligavereine hingegen hielten sich noch zurück. Dies habe eine im Mai 2019 durchgeführten Befragen unter Clubs der 1. und 2. Bundesliga ergeben.

(ce/dpa)

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