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E-Autos und Bio-Läden lösen Klimaproblem nicht

29.5.2019 14:21 Uhr

Die Linke wirft der CDU in der Klimadebatte Aktionismus vor - "echte Maßnahmen" wolle die Partei dagegen verhindern. Das sagte Parteichef Bernd Riexinger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Notwendige radikale Umbaumaßnahmen würden verschleppt, stattdessen bringe die CDU die "Risikotechnologie" CCS ins Spiel.

Bei CCS (Carbon Capture and Storage) wird das klimaschädliche Kohlendioxid, das zum Beispiel von Kraftwerken ausgestoßen wird, mit chemischen Prozessen gebunden und anschließend unter der Erde eingelagert. So soll es nicht in die Atmosphäre gelangen und nicht zum Klimawandel beitragen. Die Technologie ist noch umstritten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Mitte Mai in der "Süddeutschen Zeitung" gesagt: Klimaneutralität könne man nur erreichen, wenn man bereit sei, CO2 zu speichern.

Riexingers Forderungen

Riexinger fordert stattdessen einen Kohleausstieg bis 2030, eine Ausrichtung der Verkehrspolitik auf Schiene und Öffentlichen Nahverkehr und einen Umbau der Landwirtschaft "nach ökologischen Kriterien". Das alles sei machbar, wenn man bereit sei, den Konflikt mit den Wirtschaftsverbänden auszuhalten. "Ein paar zusätzliche Elektro-Autos und Bio-Läden werden das Problem dagegen nicht lösen."

(gi/dpa)

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