Symbolbild: epa/Legnan Koula

Dutzende Tote bei Zusammenstößen in Zentralafrikanischen Republik

29.1.2020 17:46 Uhr

In der Zentralafrikanischen Republik sind bei Zusammenstößen zweier bewaffneten Gruppen mindestens 47 Menschen getötet worden. Die Kämpfe seien am Samstag in der Stadt Bria im Zentrum des Landes ausgebrochen, sagte der Regierungsvertreter des Bezirks, Thierry Evariste Binguinindji, am Dienstagabend.

Mindestens 20 Menschen seien verletzt worden, teilten Ärzte Ohne Grenzen mit. Binguinindji zufolge kämpften zwei Gruppen, die einst zur Seleka gehörten, einer Koalition von Rebellengruppen.

Jahrzehntelange Konflikte

In der Zentralafrikanischen Republik herrschen seit Jahrzehnten immer wieder Konflikte. In einem 2013 ausgebrochenen Bürgerkrieg standen sich die überwiegend muslimische Seleka und christliche Anti-Balaka-Milizen gegenüber. Eine französische Militärintervention und später eine UN-Mission stabilisierten die Lage. Allerdings flammte die Gewalt 2018 wieder auf. Die Seleka wurde inzwischen aufgelöst und Kämpfe zwischen verschiedenen Faktionen der einstigen Koalition haben sich verschärft. Nach UN-Angaben sind knapp 1,2 Millionen Bürger Zentralafrikas auf der Flucht.

Das Land mit seinen 4,6 Millionen Einwohnern steht auf einem UN-Entwicklungsindex an vorletzter Stelle. Der Staat grenzt im Norden an den Tschad und Sudan, im Osten an den Südsudan, im Süden an Kongo und Kongo-Brazzaville und im Westen an Kamerun.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.