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DRV-Kampagne gegen Zwangsquarantäne: “Coronatest statt Stubenarrest”

29.9.2020 11:37 Uhr

Der Deutsche Reiseverband spricht sich deutlich gegen eine Zwangsquarantäne aus. Darum startet der DRV jetzt eine Social Media-Kampagne, die sich unter dem Motto "Coronatest statt Stubenarrest" klar gegen die fünftägige Zwangsquarantäne richtet, welche die Bundesregierung ab dem 15. Oktober oder 1. November verbindlich für Reiserückkehrer plant. Jeder Reisewillige kann Teil dieser DRV-Kampagne werden.

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, wenn es um die von der Bundesregierung verordnete Zwangsquarantäne von mindestens fünf Tagen geht. "Wir brauchen keine verordnete Zwangsquarantäne. Was wir brauchen, ist eine Ausweitung der Tests", lässt Fiebig keine Zweifel an seiner positiven Grundhaltung zu den bisher gut etablierten Testverfahren aufkommen. Mit diesem klaren, unmissverständlichen Statement hat Fiebig den Startschuss für die aktuelle Social Media-Kampagne des DRV gegeben, die unter dem Motto "Coronatest statt Stubenarrest" anläuft.

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Kampagne gegen Zwangsquarantäne

Ziel der Kampagne ist es, der geplanten Änderungen der Bundesregierung eine klare Absage zu erteilen – im Interesse der Reisewilligen und der gesamten Reisebranche. Die Regierung plant, dass ab dem 15. Oktober – zuerst war die Rede vom 1. November – und damit mitten in den Herbstferien in weiten Teilen Deutschlands eine Zwangsquarantäne von fünf Tagen eingeführt wird, wenn man von einer Reise zurückkehrt. Danach kann man den Coronatest durchführen und sich von der Quarantäne vor Ablauf der 14 Tage befreien – sofern das Ergebnis negativ ist. Fiebig sagt dazu: "Die Zwangsquarantäne ist unverhältnismäßig. Das ist der falsche Weg und sie führt die Reisewirtschaft auf direktem Weg in einen zweiten Lockdown. Mit dem zielgenauen Einsatz von Tests bei der Einreise nach Deutschland lässt sich die Einschleppung des Coronavirus wirksam unterbinden. Im Gegensatz zum nicht zu kontrollierenden Wegsperren von Reisenden sorgen Tests für eine adäquate Risikominimierung. Unsere Losung lautet: Test statt Quarantäne."

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Der DRV hat sich bei der Kampagne große Mühe gegeben und wer das flankierend über die Social Media supporten möchte, kann unter drv.de/test-statt-arrest die Motive der Aktion kostenfrei downloaden. Eine Weboptimierung entfällt, denn jedes Format ist bereits für Instagram und Facebook ausgelegt worden. Je mehr Menschen sich beteiligen, so der DRV; desto größer sind die Aussichten auf Erfolge, die ein Umdenken der Bundesregierung herbeiführen können und Arbeitsplätze in der Reisebranche sichern helfen sollen.

Pauschalreise – die sichere Art zu reisen

Präsident Fiebig ließ sich auch nicht nehmen, eine deutliche Lanze für die Pauschalreisen zu brechen. "Die Pauschalreise bietet zahlreiche Vorteile – gerade in Zeiten von Corona." Das liegt laut Fiebig vor allen Dingen daran, dass man als Reisender stets Begleitung hat. Selbst wenn der Fall einer Infektion eintreten würde, lassen sich Infektionsketten schnell klären und offenlegen. "Gerade in Corona-Zeiten ist das die sichere Art zu reisen"“, so der Präsident des DRV. Zudem sagte er: "Auslandsreisen zu stigmatisieren ist nicht sachgerecht, verunsichert die Menschen und kommt einem Berufsverbot für Reisebüros und Reiseveranstalter gleich."

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Fakt ist, dass mehr als zwei Drittel aller Infektionen nicht auf Reisen, sondern im Privatumfeld stattfinden. Dazu sagte Fiebig: "Urlaub in Deutschland ist nicht per se sicherer als im Ausland. Dem RKI liegen genaue Daten vor, welche Reiserückkehrer ein erhöhtes Risiko haben, das Coronavirus nach Deutschland zu bringen. Rückkehrer von Familienbesuchen aus dem Kosovo zum Beispiel tragen Covid-Infektionen nach Deutschland zurück, Spanien-Urlauber nicht. Die Infektionsquote bei Kosovo-Rückkehrern liegt aktuell bei über fünf Prozent, bei Spanien-Rückkehrern gerade mal bei 0,26 Prozent." Abzuwarten bleibt, wie erfolgreich sich die Kampagne des DRV gestaltet.


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(ce)

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