Symbolbild: imago images/ZUMA Press

Drohung gegen Moschee rechtsextrem motiviert

25.7.2019 19:40 Uhr

Hinweise verdichten sich, dass die Bombendrohungen gegen zwei Münchner Moscheen vor zwei Wochen einen rechtsextremen Hintergrund haben. Die E-Mails mit den Drohungen seien mit "Blood & Honour" (Blut und Ehre), dem Namen einer verbotenen Neonazi-Gruppe, unterzeichnet gewesen, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag.

Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

ZET hat Ermittlungen übernommen

Am 11. Juli hatte die Münchner Polizei wegen Drohungen zwei Moscheen räumen lassen. An beiden Gotteshäusern wurde nichts gefunden. Die Ermittlungen hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) übernommen.

Ein Zusammenhang mit Drohungen an Moscheen in Mannheim, Duisburg und Mainz sowie gegen die Linken-Parteizentrale in Berlin werde "intensiv geprüft", hieß es bei der Generalstaatsanwaltschaft. Zwei der Schreiben waren mit "Combat 18" unterzeichnet, einer Gruppe, die als bewaffneter Arm von "Blood & Honour" gilt. Die Polizei habe zudem besondere Vorkehrungen zum Schutz der beiden Moscheen in München angeordnet.

(an/dpa)

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