epa/Haitham Imad

Drohne über Gazastreifen niedergegangen

10.9.2019 14:16 Uhr

Nach israelischen Militärangaben ist eine Drohne im südlichen Gazastreifen niedergegangen. Der Vorfall werde untersucht, sagte eine Armeesprecherin am Dienstag.

Erst am Montag hatte die proiranische Schiitenmiliz Hisbollah mitgeteilt, im Süden des Nachbarlandes Libanon eine israelische Drohne abgeschossen zu haben. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv bestätigte, eine Drohne des Militärs sei am Sonntagabend bei einem "Routineeinsatz" auf libanesischem Gebiet niedergegangen.

Brüchige Waffenruhe

In der Nacht zum Sonntag hatte die israelische Armee nach einem Drohnenangriff aus dem Gazastreifen erneut Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer beschossen. Die Drohne sei am Samstag in den israelischen Luftraum eingedrungen und habe einen Sprengsatz auf ein Militärfahrzeug abgeworfen, teilte die Armee mit. Daraufhin hätten israelische Kampfjets mehrere militärische Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas angegriffen, darunter Ausrüstung der Marine.

Eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas war zuletzt immer brüchiger geworden. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hatte 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Israel hat vor zwölf Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verschärft, die mittlerweile von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen.

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