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Drohmails an Zentralrat der Juden

14.3.2019 16:47 Uhr

Mutmaßlich Rechtsextreme verschicken bundesweit Drohmails an Politike rund Institutionen. Nun ist auch der Zentralrat der Juden betroffen. In dem Zusammenhang sei eine Drohmail eingegangen, teilte der Zentralrat am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Generell gehe regelmäßig Hasspost ein, ob nun postalisch, per Mail oder über sozialen Medien. Die Zahl könne bis zu mehreren Hundert Zuschriften pro Tag erreichen, teils mit Gewaltdrohungen. "Letzteres schon seit langem nicht mehr anonym und zunehmend aggressiv", so der Zentralrat. Bei Androhung von Gewalt werde der Staatsschutz eingeschaltet.

Hunderte E-Mails verschickt

Seit mehreren Wochen gehen Medienberichten zufolge bundesweit Gewaltdrohungen gegen Politiker, andere öffentlich herausgehobene Personen, Verbände, Institutionen oder Behörden ein. Es gehe um mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht" unterzeichnet worden seien, berichteten am Mittwochabend die "Süddeutsche Zeitung" und der NDR. Darunter seien auch Bombendrohungen. Federführend bei den Ermittlungen ist die Berliner Staatsanwaltschaft, die sich im Laufe des Tages dazu äußern wollte.

(an/dpa)