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Drittes Treffen mit Trump zweifelhaft

27.9.2019 14:45 Uhr

Nordkorea hat im Streit um sein Atomwaffenprogramm den Nutzen eines neuen Gipfeltreffens mit den USA für die Verbesserung der Beziehungen in Frage gestellt. Der Berater des nordkoreanischen Außenministeriums und ehemalige Chefunterhändler seines Landes in dem Konflikt, Kim Kye Gwan, gab in einer von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung am Freitag den USA die Schuld für den Stillstand der Verhandlungen.

Kim warf der US-Regierung vor, für die Umsetzung der Vereinbarungen vom ersten Gipfel im Juni 2018 in Singapur nichts getan zu haben. Der Mangel an Fortschritten lege über "die Möglichkeit künftiger Gipfelgespräche einen Schatten".

"Komplette Denuklearisierung"?

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte beim ersten Gipfel mit US-Präsident Donald Trump seine Absicht zur "kompletten Denuklearisierung" betont. Es fehlten aber konkrete Zusagen, bis wann der international isolierte Staat sein Atomwaffenarsenal abschaffen will. Seit dem gescheiterten zweiten Gipfel im Februar dieses Jahres in Vietnam gab es keine weiteren Verhandlungen mehr.

Nordkorea hatte sich zuletzt wieder bereit gezeigt, zunächst neue Arbeitsgespräche aufzunehmen. Das Außenministerium knüpfte aber daran die Bedingung, die USA sollten neue Vorschläge vorlegen.

Kim Kye Gwan kritisierte die USA für neue Militärmanöver mit Südkorea und die Verschärfung der Sanktionen gegen Pjöngjang. US-Politiker seien von der Idee besessen, Nordkorea müsse zuerst atomar abrüsten. "Das weckt bei mir Zweifel, ob ein neuer Durchbruch in den Beziehungen erzielt werden kann, auch wenn ein neuer Gipfel zwischen Nordkorea und den USA erfolgt", sagte Kim.

(an/dpa)

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