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Drei Weltumsegler aus der Türkei in Eritrea gestrandet

1.6.2020 21:33 Uhr

Der Aufenthaltsort von drei türkischen Weltumseglern, die mit ihrem Katamaran auf Weltreise gingen, war in den letzten 36 Tagen unklar. Jetzt wurden die drei Männer aus der Türkei "geortet" - im ostafrikanischen Eritrea. Sie hatten dort Zuflucht gesucht, als sie wegen schlechter Witterungsbedingungen anlanden mussten, wie Fatih Cekirge von der türkischen Tageszeitung Hürriyet berichtet.

Die drei türkischen Weltumsegler Selim Ekmekcioglu, Ibrahim Ignak und Lütfi Erman Atamer wollten auf der letzten Etappe ihrer Weltumseglung durch das Rote Meer segeln. Sie mussten jedoch wegen des Auftretens des Covid-19-Ausbruchs an der Küste von Dschibuti Zuflucht suchen. Die Abenteurer, die sich mit Hilfe der türkischen Botschaft im Land versorgten, begaben sich auf die Rückreise in die Türkei, konnten diesmal jedoch aufgrund schwerer Stürme ihren Weg nicht fortsetzen.

Als sich die Weltumsegler mit ihrem Katamaran dem Hafen von Massawa in Eritrea näherten, nachdem sie die türkische Botschaft im Land informiert hatten, stiegen angeblich "Soldaten" auf das Boot und wandten sich der Insel Penisola di Buri zu, 29 Seemeilen von Massawa entfernt. Da keine weiteren Nachrichten von den Seglern eingingen, beantragten ihre besorgten Familien Hilfe bei den Behörden. Da es aber keine Vertretung der Türkei ostafrikanischen Land gibt, konnten keine diplomatischen Kontakte aufgebaut werden.

Türkei versucht weiter Kontakt herzustellen

Die letzte Information über die Seeleute ist, dass sie an einen unbekannten Ort gebracht wurden, wie in einer SMS angegeben und dass die Soldaten auf dem Boot waren und ihnen die Nutzung ihrer Telefone verboten war. Die einzigen wesentlichen Informationen, die die Familien erhalten konnten, waren, dass sie in eine Region im Dehlek-Archipel gebracht wurden und sich in einem guten Gesundheitszustand befanden. Außenminister Mevlüt Cavusoglu schrieb an seinen eritreischen Amtskollegen, da die Versuche des türkischen Botschafters Aykut Kumbaroglu aufgrund der im Land nicht zuständigen Behörde gescheitert waren.

Die eritreischen Behörden haben nach den erhaltenen Informationen jedoch noch nicht auf dieses Schreiben geantwortet. Kumbaroglu, der versucht, Kontakt mit den Behörden aufzunehmen, wartet laut Seyda Ekmekcioglu, der Frau des Segler Selim Ekmekcioglu, ebenfalls auf Neuigkeiten des zuständigen Kommandanten in der Region. Als die Bemühungen, die Weltumsegler zu erreichen, fortgesetzt wurden, sandte die eritreische Marine die Nachricht, dass sie mit einem Such- und Rettungshubschrauber den Katamaran gefunden hätten, obwohl es keine Nachricht gibt, dass der Katamaran verschwunden sei. Angesichts der wachsenden Besorgnis über ihre Situation, versuchen türkische Diplomaten weiterhin die Kommunikation mit den Weltumseglern herzustellen.

(ce)

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