Symbolbild: epa/Haider Al-Assadee

Drei tote Soldaten im Irak

12.3.2020 21:35 Uhr

Im Irak sind bei einem Raketenangriff drei Soldaten der US-geführten Koalitionstruppen getötet worden. Zwölf weitere Soldaten wurden bei dem Beschuss einer Basis am Mittwoch verwundet, wie die von den USA angeführte Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mitteilte.

Unter den Toten ist nach Angaben der Regierung in London ein Brite. Die beiden anderen Opfer sind Medienberichten zufolge US-Amerikaner.

Auf dem Stützpunkt Tadschi schlugen nach Angaben der Koalition etwa 18 Katjuscha-Raketen ein. Irakische Sicherheitskräfte hätten wenige Kilometer entfernt ein für den Abschuss von Raketen genutztes Fahrzeug gefunden. Auf der irakischen Basis Tadschi hielten sich Koalitionstruppen zur Ausbildung und Beratung auf.

War es ein Vergeltungsschlag?

Der britische Premierminister Boris Johnson teilte am Donnerstag mit, man werde im engen Kontakt mit den Koalitionspartnern bleiben, um herauszufinden, was genau passiert sei. US-Außenminister Mike Pompeo schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Die für die Angriffe Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden."

Bei einem Luftangriff an der irakisch-syrischen Grenze könnte es sich möglicherweise um einen Vergeltungsanschlag handeln, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte. Sie machte Jets der US-geführten Anti-IS-Koalition für die Bombardierung des Gebiets um den Grenzort Albu Kamal verantwortlich. Dabei sollen mindestens 26 Kämpfer Iran-treuer Milizen getötet worden sein.

Die dem Iran treuen Schiitenmilizen besitzen im Irak großen Einfluss. Sie stehen zwar offiziell unter dem Kommando des Regierungschefs, agieren aber weitgehend unabhängig. Sie hatten den USA nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani und des irakischen Milizenanführers Abu Mahdi al-Muhandis bei einem US-Angriff in diesem Januar mit Vergeltung gedroht.

(an/dpa)

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