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Drei RAF-Terroristen weiterhin auf der Flucht

21.3.2019 20:40 Uhr

Wegen einer Überfallserie in Norddeutschlands sucht die Polizei noch immer drei Ex-RAF-Terroristen. Bisher ohne Erfolg. "Das Hauptproblem für die Strafverfolgung ist, dass wir nicht wissen, wo die drei Gesuchten sich aufhalten", sagte Oberstaatsanwalt Marcus Röske am Donnerstag in Verden.

Es gebe keine neue Spur zu den Ex-Terroristen Ernst-Volker Staub (65), Burkhard Garweg (50) und Daniela Klette (61). Die Ermittlungen zu allen Überfällen, die dem Trio angelastet werden, werde künftig die Staatsanwaltschaft Verden in einem Sammelverfahren führen. Als erstes hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Ernst-Volker-Straub (Bild: Paulo Amorim)

Garweg, Klette und Staub gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF. Auf ihr Konto sollen mehrere Morde gehen, so an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991). Bislang waren die Fahnder von zwölf Überfällen ausgegangen, die die ehemaligen Mitglieder der Roten Armee Fraktion zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts seit 1999 verübt haben sollen.

Daniela Klette (Bild: Paulo Amorim)

Bei der Bündelung der Verfahren im Januar 2019 hätten die örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften jedoch in drei der zwölf Fälle keinen hinreichenden Verdacht auf das RAF-Trio gesehen, so Röske. Wie der "Spiegel" berichtet, fallen demnach die Überfälle auf Supermärkte in Celle (2011), Stade (2012) und Osnabrück (2015) aus der Liste der mutmaßlichen RAF-Überfälle heraus.

Burkhard Garweg (Bild: Paulo Amorim)

Nach Jahrzehnten im Untergrund waren die drei gesuchten Linksterroristen nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter im Juni 2016 in Stuhr bei Bremen wieder ins Visier der Polizei geraten. Von den dreien wurden nach der Tat Fingerabdrücke gefunden. Gefahndet wurde im Anschluss in Norddeutschland, in den Niederlanden, wohin eine Spur wies sowie in Spanien, Frankreich und Italien.

(an/dpa)