DHA

Drei Insassen des offenen Vollzuges in der Türkei verstorben

13.4.2020 22:34 Uhr

Drei von 17 im offenen Strafvollzug infizierten Insassen wurden durch das Coronavirus getötet, teilte Justizminister Abdülhamit Gül der Öffentlichkeit mit. Der Justizminister sprach zu Pressevertretern, während im Parlament die Diskussionen über ein Gesetz fortgesetzt wurde, mit dem rund 90.000 Gefangene freigelassen werden sollen, um die Bedingungen in den Gefängnissen während der Covid-19-Pandemie zu verbessern.

"Bei 17 Gefangenen in fünf Strafanstalten des offenen Strafvollzuges wurde Covid-19 diagnostiziert. Drei Insassen starben während des Behandlungsprozesses", sagte Justizminister Abdülhamit Gül am 13. April gegenüber Reportern in Ankara. Dies waren die ersten Opfer in den Gefängnissen, seit die Türkei am 11. März den ersten Coronavirus-Fall offiziell verkündet hatte. Ein infizierter Insasse mit einer chronischen Krankheit befindet sich auf der Intensivstation, während die anderen 13 bei guter Gesundheit seien, betonte der Minister. Er gab nicht an, um welche Strafanstalten es sich bei den Covid-19-Fällen handelte.

Er sagte weiter, in geschlossenen Gefängnissen sei kein Fall entdeckt worden. Bei 14 Richtern, 32 Staatsanwälten, 79 Wärtern und 34 Mitarbeitern forensischer Einrichtungen wurde das neuartige Coronavirus ebenso diagnostiziert. Er teilte außerdem mit, dass in 71 Städten 1097 Menschen wegen verschiedener Anklagen im Zusammenhang mit den Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus strafrechtlich verfolgt würden. 732 Personen werden beschuldigt, manipulative Nachrichten in sozialen Medien "verbreitet" zu haben, acht Personen wegen "Beleidigung älterer Menschen", 207 wegen Verstoßes gegen die Quarantäne und 145 wegen Bevorratung von Waren.

(ce)

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