dpa

Dortmund schlägt Freiburg knapp

29.2.2020 23:07 Uhr

Wenig Glanz, viel Glück - Borussia Dortmund hat einen Rückschlag im Meisterrennen nur mit Mühe und Not abgewendet. Dank des 1:0 (1:0)-Arbeitssieges über den SC Freiburg hält das Team von Trainer Lucien Favre weiter Kontakt zur Spitze. Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgte Torschütze Jadon Sancho (15.) am Samstag für den vierten Pflichtspielerfolg in Serie. Damit geht der BVB mit Rückenwind in das Verfolgerduell mit Borussia Mönchengladbach am kommenden Wochenende. Dagegen entfernen sich die Gäste nach zuletzt nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Spielen mehr und mehr von den internationalen Plätzen, ließen in Dortmund aber ansteigende Form erkennen.

Auch ohne Torjäger Erling Haaland, der zuletzt krankheitsbedingt einige Trainingseinheiten verpasst hatte und deshalb zunächst auf der Bank saß, übernahm der BVB von Beginn an die Regie. Doch gegen die gut gestaffelte Freiburger Defensive gestaltete sich die Suche nach einer Lücke bei allem Ballbesitz zunächst als schwierig. Das sollte sich jedoch in der 15. Minute ändern. Denn gleich die erste Torchance bescherte der Borussia die Führung. Nach Zuspiel von Haaland-Ersatz Julian Brandt setzte sich Thorgan Hazard im gegnerischen Strafraum durch und bediente mustergültig den frei stehenden Sancho. Der hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz in gegnerische Tor zu befördern.

Zähes Spiel beider Teams

Doch der 14. Saisontreffer des Engländers gab der Borussia keine zusätzliche Sicherheit. Einsetzende Sturmböen mit starkem Regen erschwerten auf beiden Seiten einen geregelten Spielaufbau. Mit den widrigen Bedingungen schienen sich die Freiburger leichter zu tun. Fortan leisteten sie deutlich stärkere Gegenwehr und brachten die BVB-Abwehr bis zur Pause gelegentlich ins Wanken. Ein Fernschuss von Vincenzo Grifo (25.) ging nur knapp über das Tor. Doch die größte Chance auf einen weiteren Treffer hatte der BVB. Nach sehenswertem Solo zögerte Hazard aber zu lange mit dem Torschuss. Deshalb konnte die Freiburger Abwehr im letzten Moment noch klären.

Nach Wiederbeginn sorgten die BVB-Fans auf der Südtribüne mit Schmähgesängen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp für Aufregung. Deshalb ließ Schiedsrichter Robert Hartmann das Spiel für wenige Minuten unterbrechen und ordnete eine Stadiondurchsage an, in der mit Spielabbruch gedroht wurde. Deshalb geriet das sportliche Geschehen für Minuten in den Hintergrund. Das sollte sich erst durch den Schuss von Brandt in der 60. Minute knapp neben das Freiburger Tor ändern.

Kurz danach räumte Brandt seinen Platz für Haaland. Doch auch die Einwechslung des Torgaranten der vergangenen Spiele konnte das BVB-Spiel nicht beleben. Die Passivität der Dortmunder machte den Gästen Mut: Binnen zwei Minuten boten sich Jonathan Schmid (68.) und Grifo (70.) Chancen zum Ausgleich. Nur vier Minuten später entging der BVB bei einer Möglichkeit von Nils Petersen nur mit viel Glück dem Ausgleich. In einer hektischen Schlussphase rettete der BVB den Vorsprung über die Zeit, traf in der 88. Minute jedoch nach einem Schuss von Achraf Hakimi noch an die Latte.

(ce/dpa)

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