Hürriyet

Dorfvorsteher in der Türkei verwandelt Dorf in ein „Big Brother-Haus“

25.9.2020 13:47 Uhr

Der Dorfvorsitzende („Muhtar“) Idris Aydin hatte die Raubüberfälle und Schatzsucher in seinem Dorf Gököz in der nordwestlichen Provinz Bursa satt. Aus diesem Grund richtete Aydin ein CCTV-System ein und stellte 11 Kameras in verschiedenen Ecken des Dorfes auf, um die Gegend wie in einem "Big Brother Haus" zu beobachten.

„Das System hat viel gekostet, rund 75.000 türkische Lira (etwa 8000 Euro). Aber jetzt sind wir entspannter als davor. Seit dem Installieren der Systeme haben wir keine Meldungen mehr über Einbruch oder Schatzsucher“, so die Angaben von Aydin.

Muhtar übernimmt die Kosten selbst – WLAN für alle

Der Dorfvorsitzende berichtete, er habe die Kosten selbst aus „eigener Tasche“ übernommen und fügte hinzu: „Ich bezahle die Raten immer noch mit meinem Gehalt. Aber das ist kein Problem. Mit dem System haben jetzt auch die Dorfbewohner kostenloses WLAN.“

Mit dem System können die Dorfbewohner alle Kameraaufnahmen mit einer Anwendung besichtigen, die sie auf ihre Handys heruntergeladen haben.

„Die Leute schauen auf das Telefon und steuern die Kameras. Wenn sie verdächtige Aktivitäten sehen, warnen sie sich innerhalb von Minuten gegenseitig“, erklärte Aydin.

(gi)

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