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Doppelmord an skandinavischen Touristinnen: 15 Verdächtige an Anti-Terror-Gericht überstellt

31.12.2018 7:08 Uhr

Nach dem Mord an zwei skandinavischen Touristinnen im Atlas-Gebirge hat die Staatsanwaltschaft 15 Verdächtige an ein Anti-Terror-Gericht überstellt.

Ihnen werde eine Verbindung zu dem Doppelmord im Atlas-Gebirge Mitte Dezember vorgeworfen, teilte der Generalstaatsanwalt am Sonntag in der Hauptstadt Rabat mit. Die marokkanischen Behörden gehen in dem Fall von "Terror" aus. Das Gericht solle klären, ob die Verdächtigen der "Gründung einer Vereinigung zur Vorbereitung und Durchführung von Terrorhandlungen" schuldig sind. Außerdem werde ihnen vorsätzliche Tötung und "Eintreten für Terrorismus" vorgeworfen. Sieben weitere Häftlinge würden in den kommenden Tagen von der Staatsanwaltschaft befragt.

Rund 20 Menschen in Verbindung mit dem Doppelmord festgenommen

Die beiden Frauen waren Mitte Dezember enthauptet worden. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin waren in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges gefunden worden. Inzwischen wurden insgesamt rund 20 Menschen wegen mutmaßlicher Verbindungen zu der Tat festgenommen. Die vier Hauptverdächtigen in dem Fall wurden in Marrakesch gefasst. Die Männer hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen. Festgenommen wurde überdies ein in Marokko lebender Schweizer. Er steht im Verdacht, einige der Festgenommenen in moderner Kommunikationstechnik und im Schießen unterrichtet zu haben. Er hängt laut den marokkanischen Behörden einer "extremistischen Ideologie" an und habe auch die spanische Staatsbürgerschaft.

(be/afp)