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Dominic Cummings sucht "Spinner und Außenseiter" für den britischen Staatsdienst

3.1.2020 19:03 Uhr

Es soll das Jahr des Brexits werden - und dafür braucht die Regierung neues Personal - neben "herkömmlichen" Berufsbeschreibungen sucht man auch nach "Spinnern und Außenseitern". Der Chefberater von Premier Boris Johnson, Dominic Cummings, schrieb in seinem Blog, die Regierung suche "ungewöhnliche Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Lebensläufen".

Gesucht würden Datenforscher, Softwareentwickler, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler, Projektmanager, Kommunikationsexperten und eben auch Spinner und Außenseiter mit "seltsamen" Fähigkeiten. Cummings begründete seine ungewöhnliche Stellenausschreibung mit den "ernsten Problemen" die der britische Staat damit habe, wie Entscheidungen getroffen würden.

Leute, die "ihren Weg aus einem miesen Höllenloch herausgekämpft haben"

"Im Moment haben wir nicht die nötige Expertise, um den Premierminister und die Minister zu unterstützen." Wegen des bevorstehenden Brexits seien rasch strukturelle Änderungen nötig. Statt Absolventen von Elitehochschulen sucht Cummings "echte Joker, Künstler, Leute, die nie an der Uni waren und ihren Weg aus einem miesen Höllenloch herausgekämpft haben". Denn wenn es darum gehe, die Leute rund um den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verstehen oder die Frage zu klären, wie internationale kriminelle Banden Löcher in der britischen Grenzsicherheit ausnutzen könnten, dann könne man keine Oxford- oder Cambridge-Absolventen, die auf Partys mit Fernsehproduzenten plauderten und falsche Nachrichten über falsche Nachrichten verbreiteten. Einer der Bewerber werde sein persönlicher Assistent, versprach Cummings in dem Blog. Allen potenziellen Kandidaten gab er zu bedenken: "Wer nicht passt, wird binnen weniger Wochen wieder rausgeworfen."

(be/afp)

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