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Doch kein Botschafter-Posten für Bolsonaro-Sohn in den USA

23.10.2019 15:45 Uhr

Wegen mangelnder Unterstützung in seiner Wählerschaft wird der Sohn des brasilianischen rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro, Eduardo, doch nicht Botschafter für sein Land in den USA.

Er habe entsprechende Pläne unter anderem wegen mangelnder Unterstützung in seiner Wählerschaft verworfen, sagte der 35-jährige Parlamentarier am Dienstag in der Abgeordnetenkammer in Brasília. Sein Vater habe keinen Einfluss auf die Entscheidung genommen, sagte er weiter. Örtlichen Medien sagte Eduardo Bolsonaro, er habe lange über seine Entscheidung nachgedacht. "Ich höre auf den Rat vieler Menschen", sagte er. Die Mehrheit seiner Wähler habe seinen Plan, Botschafter in Washington zu werden, nicht unterstützt.

Diplomatischer Berater

Im August hatte Brasiliens ultrarechter Staatschef Bolsonaro bekanntgegeben, dass die US-Regierung der Ernennung seines drittältesten Sohnes zum Botschafter in Washington zugestimmt habe. Schon während Bolsonaros Wahlkampf im vergangenen Jahr und den ersten Monaten seiner Präsidentschaft hatte Eduardo Bolsonaro seinem Vater als diplomatischer Berater gedient. Er begleitete den Präsidenten bei mehreren Auslandsreisen und auch bei dessen Washington-Besuch im März. Zu Wochenbeginn erklärte der Präsident jedoch, sein Sohn Eduardo könne dabei helfen, die zerstrittenen Lager der Sozialliberalen Partei (PSL) miteinander zu versöhnen.

(be/afp)

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