epa/Abedin Taherkenareh

Diplomatische Mission in Teheran

12.6.2019 22:35 Uhr

Am Mittwoch ist der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe zu einer Vermittlungsmission in der iranischen Hauptstadt Teheran eingetroffen. Auf der Agenda seines zweitägigen Besuchs stehen Gespräche mit Präsident Hassan Ruhani und dem obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei.

Als Vermittler will Abe in Teheran versuchen, die auch militärisch wachsenden Spannungen zwischen Teheran und Washington zu entschärfen. Abe hat seinen Besuch mit US-Präsident Donald Trump abgestimmt.

Härteste Sanktionen gegen den Iran

Abe verfolgt zwei Ziele: Zum einen möchte er den Iran nach dem einseitigen Ausstieg der USA im Wiener Atomabkommen von 2015 halten. Zum anderen möchte er Ruhani von Verhandlungen mit Trump überzeugen, was wesentlich schwieriger sein dürfte. Ruhani verlangt als Vorleistung, dass die USA zum Atomdeal zurückkehren und ihre Sanktionen gegen den Iran aufheben.

Die US-Regierung will den Iran mit den bislang härtesten Sanktionen gegen den Öl- und Bankensektor des Landes zwingen, das Atomabkommen von 2015 neu auszuhandeln und dabei schärferen Auflagen zuzustimmen. Die USA wollen nach den Worten von US-Außenminister Mike Pompeo sicherstellen, dass es für den Iran keinen Weg zurück zu einer Atomwaffe gebe und dass sein ballistisches Raketenprogramm den UN-Resolutionen entspreche. Die US-Regierung wirft dem Iran außerdem Terrorfinanzierung und Destabilisierung der Nahost-Region durch die Unterstützung schiitischer Milizen vor.

(an/dpa)

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