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DIHK: Deutsche Unternehmen sollen sich auf harten Brexit vorbereiten

22.3.2019 11:51 Uhr

Auf einen harten Brexit sollen sich die deutschen Unternehmen vorbereiten, rät nun der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Die Verschiebung des Austrittsdatums um erst mal zwei Wochen verschafft der Wirtschaft einen Moment zum Durchpusten, mehr aber nicht", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Freitag. "Das Londoner Problem, sich endlich auf eine Brexit-Vorgehensweise zu verständigen, löst das nicht."

Die EU und die britische Premierministerin Theresa May hatten sich in der Nacht zum Freitag auf eine Verschiebung des britischen EU-Austritts geeinigt. Falls das britische Unterhaus dem ausgehandelten Brexit-Abkommen nächste Woche zustimmt, soll der Austritt am 22. Mai geregelt über die Bühne gehen. Gelingt das nicht, kann Großbritannien bis zum 12. April neue Vorschläge machen.

Gefahr eines harten Brexit bleibt

Schweitzer begrüßte die Vereinbarung. Es sei richtig, dass die EU auf einer Zustimmung Londons zum ausgehandelten Deal bestehe, bevor die Frist um weitere fünf Wochen verlängert werde. "Wie wir aus unseren Umfragen wissen, ist selbst einer Mehrheit der direkt betroffenen Unternehmen eine klare Position gegenüber den ausstiegswilligen Briten lieber als weitere Zugeständnisse", sagte er.

"Zur jetzt verlängerten Zitterpartie gehört aber auch, dass die Gefahr eines harten Brexits sehr hoch bleibt. Ich rate meinen Unternehmerkollegen, sich hierauf weiterhin vorzubereiten", mahnte Schweitzer. "Die größte Hoffnung ist jetzt, dass London endlich beim Brexit Klarheit für die Wirtschaft schaffen kann."

(an/dpa)

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