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Die Türkei erwartet Respekt vor den Rechten des Mittelmeerraums

26.5.2019 0:12 Uhr

Die Türkei erwarte keine provokativen Aktionen und unverantwortlichen Äußerungen in Bezug auf die Ägäis und das östliche Mittelmeer, sagte der Verteidigungsminister des Landes Hulusi Akar am 25. Mai. Um gewisse Bodenschätze im Meer gibt es Rangeleien zwischen Griechenland, Zypern und der Türkei.

"Es ist unsere aufrichtige Erwartung, dass provokative Handlungen und verantwortungslose Äußerungen, die nicht zur Lösung von Problemen in der Ägäis und im östlichen Mittelmeerraum beitragen, nicht erlaubt sind", sagte Hulusi Akar während einer Veranstaltung im Rahmen der größten militärischen Übung der Türkei. "Wir wünschen und erwarten, dass die Rechte und Interessen der Türkei - die die längste Küste im östlichen Mittelmeerraum hat - und der Türkischen Republik Nordzypern geachtet werden. Wir erwarten von allen Seiten, dass sie diese Themen respektieren. Das ist unser natürlichstes Recht", sagte Akar.

Seit 1974 Streitigkeiten um Nordzypern

"Die Türkei tritt bei jeder Gelegenheit für eine Lösung der Probleme in der Ägäis, im östlichen Mittelmeerraum und auf Zypern im Rahmen der gutnachbarlichen Beziehungen und des Völkerrechts ein und bemüht sich in diese Richtung", fügte Akar hinzu. Die Türkei hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zypriotischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum immer wieder angefochten und erklärt, dass türkische Zyprioten auch Rechte an den Ressourcen in der Region haben. 1974 besetzte Ankara nach einem Putsch, der auf die Annexion Zyperns durch Griechenland abzielte, den Norden Zyperns. Im November 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern proklamiert, der aber eine internationale Anerkennung versagt bleibt. Jahrzehnte wurde nach politischen Lösungsansätzen gesucht, die aber alle scheiterten. Der letzte Vermittlungsversuch unter Beteiligung der Garantiegeberländer Türkei, Griechenland und Großbritannien endete 2017 ergebnislos in der Schweiz.

In Bezug auf die jüngsten Gespräche mit Griechenland sagte er: "Die Gespräche zwischen den Delegationen wurden in Athen in Richtung des Abkommens, das wir mit dem griechischen Verteidigungsminister Evangelos Apostolakis geschlossen haben, abgeschlossen. Ich glaube, dass diese Gespräche in der Zukunft fortgesetzt werden und denke, dass sie beiden Ländern Nutzen bringen werden", sagte Akar. Eine türkische Verteidigungsdelegation reiste zu einem technischen Treffen mit griechischen Beamten nach Athen, um die Zusammenarbeit insbesondere bei vertrauensbildenden Maßnahmen und Verhaltensregeln in der Ägäis zwischen dem 20. und 25. Mai zu intensivieren.

(Hürriyet.de)