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Die schönsten Festungen der türkischen Riviera

20.6.2020 16:43 Uhr

Historisch interessierte Urlauber erwarten in der Türkei vor allem antike Tempel und Theater, doch sehenswert sind auch die zum Teil sehr gut erhaltenen Burgen und Schlösser, von denen einige an der Südküste zu finden sind.

Wer an die türkische Rivera denkt, stellt sich in erster Linie vielleicht Strände, Discos und Fischerrestaurants in und rund um die Touristenhotspots vor. Doch die Region hält auch für Kulturinteressierte einiges bereit. Überall im Land finden sich Relikte alter Zivilisationen, wie der Römer und Osmanen, wertvolle Erinnerungen. Neben faszinierenden, weltweit bekannten Ausgrabungsstätten gibt es entlang der Küste Burgen und Festungen. Viele sind Ruinen, doch vier befinden sich in sehr guten Zustand und sollten erkundet werden.

Die Mädchenburg von Mersin

Kizkalesi in Mersin (imago images/ blickwinkel)

Auf einer Insel, nur 300 Meter vor der Küste des Badeortes Kizkalesi liegt die Burg Kizkalesi. Sie erzählt eine Art Dornröschen-Geschichte. Ein wohlhabender Mann ließ seine Tochter dort leben, nachdem ihm ein Wahrsager erzählt hatte, dass sie durch einen Schlangenbiss getötet werden würde. Am Ende war die Mühe vergeblich, denn die Schlange fand ihren Weg über einen Obstkorb zum Mädchen. Erbaut wurde die Festung vermutlich zwischen 1096 und 1099 vom Byzantinischen Kaiser Alexios I. Besichtigt werden können der Wall, Türme sowie Überreste einer Kirche.

Mamure Kalesi in Anamur

Die Kreuzritterburg von Anamur ist die schönste und am besten erhaltene mittelalterliche Burg an der türkischen Südküste. Sie entstand im dritten Jahrhundert als römische Festung. In späteren Jahrhunderten wurde sie von den Armeniern und den Osmanen geführt und erweitert. Bei Ausgrabungen fand man Mosaikfußböden, die einst zu Bädern und Wohnhäusern gehört haben. Interessant sind auch fränkische Architekturelemente.

Der Burgberg von Alanya

Burgberg in Alanya (Bild: imago images/ Joana Kruse)

Die Geschichte der Stadt Alanya ist eng mit der Burg verbunden. Jahrhunderte lang existierte die Stadt nur auf dem Berg. Wann die Burg errichtet wurde, ist nicht bekannt. Man weiß nur, dass sie im römischen Reich eine große strategische Bedeutung hatte. Im 2. Jh. v. Chr. wurde sie von Piraten übernommen, die von dort aus über weite Teile des Mittelmeers herrschten. Sie nannten die Burg "Korakesium" (dt. Himmelskrähe"). In der Anlage besichtigt werden können Moscheen, Zisternen, Bäder und ein Marktplatz.

Das St. Peter Kastell von Bodrum

Das aus dem Mittelalter stammende Wahrzeichen von Bodrum wurde aus den Steinen eines Mausoleums errichtet. Die innere Burg, die man nach dem Passieren von sieben Burgtoren erreicht, ähnelt einem Naturpark. Zwischen den Lorbeerbäumen stolzieren Pfauen umher. U. a. zu besichtigen sind eine Kapelle, ein türkisches Bad, eine Folterkammer sowie fünf Türme, die von jeweils einer Nation erbaut wurden.

Blick auf die Burg von Bodrum (Bild: imago images / imagebroker)

(jk)

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