Symbolbild: imago images/Ukrinform

Die Ostukraine kommt nicht zur Ruhe

10.1.2020 22:57 Uhr

In der Ostukraine wurde ein ukrainischer Soldat getötet. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ein weiterer sei verwundet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am Freitag mit.

Es habe vonseiten der durch Moskau unterstützten Separatisten insgesamt sechs Verstöße gegen den geltenden Waffenstillstand gegeben. Die Donezker und Luhansker Aufständischen warfen wiederum Kiew den Bruch der Waffenruhe vor.

Waffenruhe bis Ende 2019

Anfang Dezember war in Paris bei einem Gipfel-Treffen unter anderem vereinbart worden, dass es eine dauerhafte Waffenruhe von Ende 2019 an geben sollte. Bei dem Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Putin - das erste der beiden Staatschefs überhaupt - vermittelten Merkel und Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron.

Seit Herbst 2014 hat es mindestens 20 Versuche gegeben, eine Waffenruhe dauerhaft durchzusetzen. In dem seit April 2014 währenden Konflikt sind UN-Schätzungen nach bislang rund 13 000 Menschen getötet worden.

Am Samstag wird Merkel auf Einladung von Putin zu einem kurzen Arbeitsbesuch in Moskau erwartet. Neben der Ukraine sollen auch die Konflikte in Syrien und Libyen Thema sein.

(an/dpa)

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