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Die Lage in Venezuela verschärft sich - Lastwagen aus Kolumbien durchbrechen Barrieren

23.2.2019 20:59 Uhr

Die Zuspitzung des Machtkampfes in Venezuela verheißt wenig Gutes. Präsident Nicolas Maduro und Gegenspieler Juan Guaido ziehen nicht zurück und auch Kolumbien mischt kräftig mit. Am Samstag haben kolumbianische Lkw die Grenzbarrieren durchbrochen, um Hilfsgüter zu liefern.

Vier Lastwagen mit Hilfsgütern für die notleidende Bevölkerung Venezuelas haben am Samstag auf einer Brücke nahe dem kolumbianischen Grenzort Urena eine Barriere durchbrochen. Sicherheitskräfte des Staatschefs Nicolás Maduro beschossen den Konvoi und den sie zu Fuß begleitenden Menschen daraufhin mit Tränengas und Gummigeschossen. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt, wie die Sender VPI-TV und CNN en Español berichteten.

Zielen Hilfsgüterlieferungen auf einen Regierungssturz ab?

Die Lastwagen passierten nur eine erste Barriere in der Mitte der Grenzbrücke Francisco de Paula Santander, dann wurden sie auf venezolanischer Seite von den Sicherheitskräften angehalten. In Venezuela herrscht ein schwerer Notstand in der Lebensmittel- und Medikamentenzulieferung. Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó hat den Bürgern die Lieferung von Hilfsgütern versprochen, sie sollen über Kolumbien und Brasilien eingeführt werden. Die Übergänge sind aber auf Geheiß der sozialistischen Regierung blockiert. Nach Ansicht Maduros hat die Hilfsgüteraktion seines Kontrahenten Guaidó das Ziel, eine militärische Intervention und den Sturz der Regierung einzuleiten.

(ce/dpa)