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Die "Gelbwesten" werden immer weniger

11.5.2019 21:34 Uhr

Angefangen hatte die "Gelbwesten"-Bewegung mit Hunderttausenden auf den Straßen von Frankreich. An diesem Samstag waren es gerade einmal 2700 Menschen. Zusammenstöße mit Sicherheitskräften gab es dennoch.

Am 26. Protestsamstag in Folge beteiligten sich landesweit bis 14.00 Uhr rund 2700 Menschen an den Demonstrationen; etwa 600 von ihnen gingen trotz Demonstrationsverboten in Paris auf die Straße, wie das Innenministerium mitteilte. In der vergangenen Woche waren zum selben Zeitpunkt etwa 3600 Protestteilnehmer unterwegs. Die Protestbewegung wollte am Samstag eigentlich neuen Schwung gewinnen. Größere Demonstrationen gab es in Lyon im Osten des Landes und in Nantes im Westen. In Nantes kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, als ein Polizeitrupp mit Gegenständen beworfen wurde. Die Einsatzkräfte reagierten mit Hartgummigeschossen. Später kam auch Tränengas zum Einsatz. Ein AFP-Fotograf berichtete von zwei Festnahmen.

Seit sechs Monaten auf den Straßen

Fast sechs Monate nach ihrem Entstehen kämpfen die "Gelbwesten" gegen Auflösungserscheinungen: Vergangene Woche beteiligten sich den Behörden zufolge landesweit nur noch 19.000 Menschen an den Protesten. Die Bewegung fordert Steuersenkungen und mehr soziale Gerechtigkeit. Präsident Emmanuel Macron hat Zugeständnisse im Umfang von rund 17 Milliarden Euro angekündigt, die "Gelbwesten" halten diese aber für unzureichend.

(be/afp)