epa/Rayner Pena

Dialog in Venezuela ist gescheitert

16.9.2019 15:56 Uhr

In Venezuela sieht die Opposition um den selbst ernannten Interimspräsident Juan Guaido die Verhandlungen mit der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro als gescheitert an. "Das diktatorische Regime von Nicolás Maduro hat die Gespräche mit falschen Entschuldigungen verlassen", hieß es in einem in der Nacht zum Montag veröffentlichten Schreiben Guaidós.

"Wir müssen feststellen, dass sich der Mechanismus von Barbados erschöpft hat", fügte Guaidó hinzu. Auf Vermittlung der norwegischen Regierung hatten die verfeindeten Lager zuletzt auf Barbados nach einem Ausweg aus der seit Monaten andauernden Krise in Venezuela gesucht. Mitte August ließ Maduro eine neue Gesprächsrunde platzen, nachdem die USA weitere Wirtschaftssanktionen gegen die Regierung in Caracas verhängt hatten.

Machtkampf um Caracas

Die Regierung und die Opposition in Venezuela liefern sich seit Anfang des Jahres einen erbitterten Machtkampf. Viele Länder haben Guaidó bereits als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, in Venezuela selbst allerdings sitzt Maduro weiter fest im Sattel. Das einst reiche Land steckt zudem in einer schweren Wirtschaftskrise. Millionen Menschen haben Venezuela bereits verlassen.

(an/dpa)

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